Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 93 | 43 | 68.38% / 31.62% | 136 |
| Begonnene Studien | 137 | 82 | 62.56% / 37.44% | 219 |
| Ordentliche Studierende | 512 | 318 | 61.69% / 38.31% | 830 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 99 | 41 | 70.71% / 29.29% | 140 |
| Begonnene Studien | 150 | 69 | 68.49% / 31.51% | 219 |
| Ordentliche Studierende | 498 | 301 | 62.33% / 37.67% | 799 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Die Studieneingangs- und Orientierungsphase des Bachelorstudiums Soziologie enthält gemäß § 66 UG einführende und orientierende Lehrveranstaltungen und Prüfungen des ersten Semesters im Umfang von 15 ECTS-Anrechnungspunkten. Sie beinhaltet einen Überblick über die wesentlichen Inhalte des Studiums sowie dessen weiteren Verlauf und soll als Entscheidungsgrundlage für die persönliche Beurteilung der Studienwahl dienen.
Information
Das Bachelorstudium Soziologie bietet eine forschungsbasierte wissenschaftliche Berufsvorbildung. Interdisziplinarität, soziale Kompetenz und Mehrsprachigkeit sind weitere, wesentliche Gesichtspunkte der Ausbildung. Das Curriculum für das Studium der Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz ist durch drei Merkmale gekennzeichnet.
– a. Die einsemestrige Studieneingangsphase soll den Studierenden eine kompakte Einführung in das Studium der Soziologie bieten. Eine Einführungswoche gibt einen Überblick über Arbeits-und Berufsfelder der Soziologie. Drei Basislehrveranstaltungen führen in die Hauptgebiete der Soziologie ein. Eine Arbeitsgemeinschaft bietet den Studierenden in kleinen, von Lehrpraktikantinnen oder Lehrpraktikanten geleiteten Gruppen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stoff der Basislehrveranstaltungen.
– b. Die soziologischen Kernfächer werden durch ein Pflichtfach „Sowi-Basismodul Einführung in die Sozial-und Wirtschaftswissenschaften“ und drei ergänzende Gebundene Wahlfächer abgerundet.
– c. Das Forschungspraktikum dient dem Erwerb von Forschungskompetenz in empirischer Sozialforschung und die Berufspraxis soll den Studierenden den Übergang in die Berufswelt erleichtern.
Das Bachelorstudium soll die Studierenden durch eine breit angelegte sozialwissenschaftliche Grundausbildung auf qualifizierte Tätigkeiten in den unten angeführten Berufsfeldern vorbereiten. Es unterscheidet sich von verwandten Fachhochschulstudiengängen durch eine profundere Vermittlung theoretischen Grundlagenwissens und empirischer Forschungsmethoden sowie durch die Möglichkeit, im Rahmen der Pflichtwahlfächer und freien Wahlfächer Studienangebote an verschiedenen Fakultäten in Anspruch zu nehmen.
Die Ausbildung konzentriert sich auf vier Bereiche:
Gesellschaftsanalyse und Soziologische Theorie: Kenntnisse der zentralen soziologischen Begriffe und Theorien, ihrer Geschichte, sowie Wissen über die Gegenwartsgesellschaft, ausgewählte Hauptbereiche und Anwendungsfelder der Soziologie;
Empirische Sozialforschung: Kenntnisse der grundlegenden Methoden und Verfahren der quantitativen und qualitativen Sozialforschung;
Grundkenntnisse benachbarter Disziplinen: Einführung in die Betriebs-und Volkswirtschaftslehre sowie in ausgewählte Teilbereiche der Politikwissenschaften, Philosophie, Ethnologie und Sozialgeschichte.
Generalisierbare SchlüsseIkompetenzen: Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens; Informationserschließung und -verarbeitung; Verfassen wissenschaftlicher Texte und von Texten, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse aufbereitet werden; Präsentations-und Kommunikationstechniken; eigenverantwortliches Arbeiten und Teamarbeit.
Studieninhalt
Die Soziologie beschreibt, analysiert
und bewertet soziale Prozesse und soziale Strukturen und trägt hiermit
zur Bewältigung praktischer Probleme und komplexer
Entscheidungssituationen bei. Im Zuge des Studiums sollen
Qualifikationen vermittelt werden, die in unterschiedlichen Arbeits-und
Berufsfeldern einsetzbar sind. Als berufsbezogene Qualifikationen sind
zu nennen:
- Solide Kenntnisse der Konzepte, Theorien und Denkweise der
Soziologie, die für die Analyse und Bewertung komplexer sozialer
Sachverhalte sowohl im Kontext der jeweiligen Berufswelt wie im weiteren
gesellschaftlichen Umfeld notwendig sind.
- Die Anwendung des theoretischen und methodischen Fachwissens zur
Diagnose und zum Verständnis sozialer Probleme als Voraussetzung für
ihre Lösung. Eine zunehmende Bedeutung gewinnt hierbei die Beratung von
Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft bei sozialplanerischen
Maßnahmen, bei der Einführung neuer Gesetze, Organisationsstrukturen,
betrieblicher Arbeitsmodelle u. dgl.
- Die Fähigkeit, die in der Fachliteratur publizierten Ergebnisse
von Studien nachzuvollziehen und im Hinblick auf ihre methodische
Qualität zu bewerten sowie darauf aufbauend an der Konzeption von
empirischen Untersuchungen mitarbeiten zu können. -Erwerb ökonomischer
Grundkenntnisse als Ergänzung zu den soziologischen Kernkompetenzen.
Berufsfeld
Die Berufsfelder von Soziologinnen und Soziologen liegen insbesondere in folgenden Bereichen:
- im Bildungs-, Aus-und Weiterbildungsbereich;
- in wirtschafts-und sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen;
- in Nicht-Regierungsorganisationen;
- in Wirtschaftsunternehmen und wirtschaftsbezogenen Dienstleistungsbetrieben;
- in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere im Arbeitsmarkt-und Sozialbereich, bei Verbänden, Parteien und anderen Organisationen;
- im Bereich der Medien und neuen Informationstechnologien;
- im Sozial-und Gesundheitswesen;
- in Freizeit-, Kultur-und Erwachsenenbildungseinrichtungen.
Zu den Aufgabenstellungen von Soziologinnen und Soziologen in diesen Bereichen gehören:
- Mitarbeit an Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Expertisen;
- Planungs-und Beratungstätigkeiten, Organisationsentwicklung;
- Mitarbeit im Projektmanagement, in Stabsstellen und Leitungspositionen;
- Sozialplanung und Mitarbeit in Stabsstellen der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaft;
- Analyse und Beratung bei sozialen Problemlagen und Problemfällen (Behinderte, Arbeitslose, Drogenabhängige, Pflegebedürftige);
- Unterricht, Training und Erwachsenenbildung;
- Öffentlichkeits-und Medienarbeit.
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