Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 2 | 0 | 100% / 0% | 2 |
| Begonnene Studien | 17 | 16 | 51.52% / 48.48% | 33 |
| Ordentliche Studierende | 76 | 47 | 61.79% / 38.21% | 123 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium Religionswissenschaft ist die Absolvierung eines geistes- und kulturwissenschaftlichen, theologischen oder rechtswissenschaftlichen Bakkalaureats- oder Diplomstudiums oder eines sonstigen im Inoder Ausland absolvierten facheinschlägigen, gleichwertigen Bakkalaureats-, Fachhochschul-, Diplom- oder Lehramtsstudiums.
Information
Das Masterstudium „Religionswissenschaft“ bietet eine zertifizierte wissenschaftliche Qualifikation für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Religion im sozio-kulturellen Kontext Europas, indem es sich mit der komplexen und pluralistischen Religionsstruktur Europas in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt. Da sich das Fach Religionswissenschaft als eine kulturwissenschaftliche und empirische Disziplin versteht, werden die Zusammenhänge zwischen Religion, Kultur und Gesellschaft generell – Religion als kultureller und gesellschaftlicher Faktor –, zum andern die vielfältigen Vernetzungen von Religion, Kultur und Gesellschaft in den konkreten Deutungs- und Handlungsmustern und damit des religiösen und kulturellen Selbstverständnisses von konkreten BekennerInnen einer Religion dargestellt. Vor allem wird dieser Diskurs im Hinblick auf die gegenwärtige Religions- und Kulturpluralität Europas fokussiert. Gegenstand des Studiums sind einschlägige religionswissenschaftliche, religionssoziologische und religionsphilosophische Fragestellungen und Methoden, Einblick in die europäische Religionsgeschichte (Griechenland und Rom, Kelten und Germanen), in historische Hochkulturen (Alter Orient, Ägypten) sowie in alternative religiöse Bewegungen und Weltanschauungen. Weiters werden Kenntnisse über die religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen der drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) und des damit verbundenen Diskurses mit der Moderne bzw. Postmoderne sowie Grundinformationen zur Rezeption und der Wirkungsgeschichte (fern)östlicher Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Chinesische Religionen) in Europa vermittelt.
In den Vertiefungsmodulen stehen einerseits systematische und komparative Zugänge zum Phänomen Religion bzw. zu den drei abrahamitischen Religionen, die Vielfalt religiöser Praxis und damit religiöser Identitäten und konkreter Lebenswelten und die damit verbundenen Problemfelder im Mittelpunkt. Andererseits soll der Fokus auf aktuellen Problemen und Fragestellungen zu Religion und Religiosität in der Moderne bzw. Postmoderne und deren Transformationen im Prozess der Säkularisierung bzw. in Modelle individueller Religiosität unter besonderer Berücksichtigung medialer Umsetzungen und Spiegelungen liegen.
Qualifikationsprofil
Durch die Vermittlung von religionswissenschaftlichen, religionssoziologischen und religionsrechtlichen Grundkenntnissen sollen die Studierenden die praktischen Fähigkeiten erwerben, in den angegebenen Berufsfeldern (s.u.) in differenzierter Weise die vielschichtigen Zusammenhänge von Religion und Kultur in den jeweiligen Gesellschaften und die damit verbundenen Konflikte im jeweiligen Kontext zu erkennen, kritisch zu sichten, adäquat zu analysieren und Ansätze für individuelle und gesellschaftliche Veränderungen und Lösungen zu finden. „Identität“ stellt immer ein komplexes Ganzes dar und ist von daher auch so zu definieren und praktisch umzusetzen. Daher soll weiters die Fähigkeit vermittelt werden zu einer differenzierten kontextbezogenen Sichtung und Darstellung religiöser Frage- und Problemstellungen in Hinblick auf kulturelle, gesellschaftliche aber auch rechtliche Faktoren, vor allem in Hinblick auf die Religions- und Kulturpluralität Europas. Weiters geht es um das Erkennen von religionsgeschichtlichen Zusammenhängen und die Fähigkeit zu systematischer und historischer Analyse.
Berufsfeld
Das Masterstudium hat zum Ziel, eine qualifizierte Weiterbildung bzw. eine zusätzlich zu erwerbende Qualifikation bezüglich des oben angesprochenen Verhältnisses von Religion, Kultur und Gesellschaft für Berufsfelder anzubieten, die interkulturell und interreligiös ausgerichtet sind bzw. von Berufs wegen in irgendeiner Form mit der Vielfalt von Religionsund Kulturausdrücken, geprägt von unterschiedlichen Gesellschaftssystemen, und damit auch mit den damit verbundenen Konflikten zu tun haben:
- Kulturmanagement
- Internationale Politik, Beziehungen und Wirtschaft
- Journalismus und Medien
- Sozialwesen: Sozialdienste und FlüchtlingsbetreuerIn, Beratungstätigkeit bei Integration
und Migration - Lehrberufe
- Erwachsenenbildung
- Referate/Abteilungen für Weltanschauung und Religion („Sektenreferate“)
- Beratung im Rahmen interkultureller Kommunikation
Mögliche Alternativen zu diesem Masterstudium in Steiermark
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