Einstieg
Voraussetzung für die Zulassung zum Doktoratsstudium Religionswissenschaft ist
ein abgeschlossenes Diplom- oder Masterstudium Religionswissenschaft oder ein
anderes fachlich in Frage kommendes oder gleichwertiges abgeschlossenes Studium.
Über die Zulassung zum Studium entscheidet das Rektorat gemäß § 60 UG
2002.
Absolvent/inn/en des Doktoratsstudiums Religionswissenschaft wird der akademische
Grad Doktor/Doktorin der Philosophie, abgekürzt Dr. phil., verliehen.
Personen mit nicht-deutscher Mutter- oder Bildungssprache haben vor Zulassung
zum Studium im Rahmen einer Ergänzungsprüfung die für einen erfolgreichen
Studienfortgang erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache nachzuweisen
(§ 63 Abs. 10 und 11 UG 2002).
Qualifikationsprofil
Das Doktoratsstudium Religionswissenschaft hat das Ziel, eine hohe wissenschaftliche Qualifikation im Fach Religionswissenschaft zu gewährleisten, die jedenfalls zur wissenschaftlichen Arbeit in dieser akademischen Disziplin befähigt. Hierzu gehören
· die Qualifikation zum selbstständigen Verfassen einer wissenschaftlichen
Arbeit, die der Scientific Community neue Fragestellungen und Erkenntnisse bringt;
· der kritische und souveräne Umgang mit wissenschaftlicher Literatur, inklusive deren aktiver Rezeption und potentieller Rezension;
· die Kenntnis der Fragestellungen und Methoden für empirische Forschungen betreffend Religion und ihre Schnittstellen in konkreten gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen;
· die Fähigkeit zur Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen im Fachbereich Religionswissenschaft unter Beachtung internationaler fachlicher Standards und unter Berücksichtigung aktueller Fragen und Probleme;
· die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Dialog in den einzelnen Teildisziplinen der Religionswissenschaft in Form von mündlichen und/oder schriftlichen Beiträgen in wissenschaftlichen Diskussionsforen (Fachzeitschriften, Tagungen usw.).
· qualifiziert die Absolvent/inn/en, mit den angemessenen wissenschaftlichen Methoden die vielfältigen Veränderungs- und Modifikationsprozesse, denen Religionen einerseits und Religiosität anderseits unterworfen sind, unter den Bedingungen der Globalisierung und weltweiter Kommunikationsprozesse entsprechend zu erforschen und darzustellen;
· befähigt zur kritischen Stellungnahme zu gegenwärtigen Tendenzen der Funktionalisierung und Ideologisierung von Religionen für gesellschaftspolitische und wirtschaftliche, aber auch individuelle Zwecke.
· Das Doktoratsstudium Religionswissenschaft qualifiziert ebenso für eine Reihe von Tätigkeiten in Führungspositionen, die hohe wissenschaftliche Kenntnisse in den verschiedenen Teilbereichen der Religionswissenschaft voraussetzen, aber nicht unmittelbar im universitären Kontext angesiedelt sind:
· Kultur im öffentlichen Raum in ihrer Auseinandersetzung mit Religion
(darstellende Kunst, bildende Kunst, Literatur etc., in denen offensiv
das Gespräch oder die Auseinandersetzung mit der Religion gesucht wird).
· Politik in Zusammenhang mit ethnisch-religiösen Konflikten bzw. Konfliktpotentialen. Hier ist die kritische Reflexion bestehender Probleme auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung ebenso notwendig wie eine konkrete Handlungsanleitung, welche Konflikte deeskaliert oder bereits präventiv vermeidet.
· Wirtschaft als Ort der notwendigen Kooperation von Angehörigen verschiedener Religionen und Kulturen. Im Zeitalter der Globalisierung benötigen Mitarbeiter/innen von europa- bzw. weltweit agierenden Unternehmen mit Migrant/inn/en in Arbeitsprozessen hohe Religionskompetenz.
· NGOs und ihre Arbeit in multireligiösen und multiethnischen Kontexten.
· Medien: der sachgerechte, kompetente und reflektierte Umgang mit Themen aus allen Bereichen der Religionswissenschaft (aktuelle Fragen und Probleme einzelner Religionen, neue Formen von Religiosität, Religion in Kultur und Kunst etc.).
Mögliche Alternativen zu diesem Doktoratsstudium in Steiermark
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