Einstieg
Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung
Information
Gegenstand des Lehramtsstudiums für das Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie (im Weiteren UF PP) an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-FranzensUniversität Graz gemeinsam mit der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz ist die Berufsvorbildung zur Lehrerin/zum Lehrer an höheren Schulen in fachlicher, fachdidaktischer und pädagogischer (einschließlich schulpraktischer) Hinsicht.
Ziele des Lehramtsstudiums
a) Erwerb der für die Ausübung des Lehrberufes an höheren Schulen notwendigen Qualifikationen zur Erfüllung der in den Lehrplänen festgehaltenen Bildungsaufgaben.
b) Erwerb fachspezifischer wissenschaftlicher Zugänge zur Wahrnehmung und Behandlung gesellschaftlicher Fragestellungen und Probleme.
c) Befähigung zur Wahrnehmung von Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Natur im Sinne von Nachhaltigkeit, Toleranz, Demokratie, Solidarität und Gesundheit unter Achtung der Allgemeinen Menschenrechte und Grundfreiheiten.
d) Achtung vor der Kulturen- und Sprachenvielfalt sowie die Mitwirkung an bildungspolitischen Maßnahmen zur Erhaltung dieser Vielfalt.
e) Bereitschaft zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie die Befähigung zum reflektierten Umgang mit geschlechterbezogenen Fragestellungen.
f) Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Bildungswesen.
g) Befähigung zum selbstständigen Wissenserwerb und zur Weiterbildung im Sinne lebenslangen Lernens.
h) Befähigung zur zielgerichteten Nutzung der Informationstechnologien in Kommunikation und Informationsbeschaffung im weltweiten Angebot.
i) Befähigung zu Teamarbeit, Vernetzung und Selbstmanagement.
Qualifikationsprofil
Die Absolventinnen/Absolventen sind als Lehrerinnen/Lehrer des Unterrichtsfaches Psychologie und Philosophie an höheren Schulen qualifiziert. Sie sind imstande, ihre Aufgaben gemäß Schulunterrichtsgesetz (Unterrichten, Erziehen, Beurteilen, Beraten von Schülerinnen/Schülern und Eltezrn sowie Mitwirkung bei der Schulentwicklung) zu erfüllen. Derlei Qualifikationen können durch das Studium nur grundgelegt werden und müssen im Unterrichtspraktikum weiter entwickelt sowie durch selbstständige, die Berufsausübung begleitende Fortbildung ergänzt und verbessert werden. Die umfassende wissenschaftliche und pädagogische Berufsvorbildung qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen für eine Reihe weiterer Berufsfelder, wobei neben einer Tätigkeit in außerschulischen Bildungseinrichtungen (Erwachsenenbildung; allgemeine Weiterbildung; Bibliothekswesen; Ethik- und Sozialberatung; Verlags-, Literatur- und Pressewesen; Medien; Informations- und Wissensmanagement; Interkulturelle Kommunikation: Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturvermittlung; Wirtschaft (z.B. Öffentlichkeitsarbeit); Politikberatung; Freiberufliche Tätigkeiten, etwa Publizist/in, Schriftsteller/in) insbesondere die Qualifikation der UF PP-Absolventinnen/Absolventen als Lehrerinnen/Lehrer eines Ethikunterrichtes auf allen Schulstufen höherer Schulen gegeben ist.
Im Einzelnen verfügen die Absolventinnen/Absolventen über folgende Qualifikationen bzw. Kompetenzen:
a) Fachwissenschaftliche Kompetenz: Umfangreiche Kenntnisse über Bedeutung, Geschichte, Systematik, Wissensstand und Forschungsmethoden der für das UF PP relevanten Wissenschaften Psychologie und Philosophie; Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten in beiden Disziplinen; vertieftes Wissen in den lehrplanrelevanten Teilgebieten der Psychologie und Philosophie; Bereitschaft und Fähigkeit den Fortschritt in diesen Wissenschaften durch eigenständigen Wissenserwerb nachzuvollziehen.
b) Fachdidaktische Kompetenz: Wissen über Stellung und Bedeutung des Unterrichtsfaches Psychologie und Philosophie im Fächerkanon der Schule; gründliche Kenntnis des relevanten Lehrplanes und Fähigkeit zu dessen Umsetzung im Unterricht; Fähigkeit zur Planung und Gestaltung von Lehr-/Lern-Prozessen sowohl im Fach als auch im fächerübergreifenden Unterricht inklusive Durchführung der jeweils adä- quaten Formen der Leistungsbeurteilung.
c) Soziale und personale Kompetenz: Fähigkeit zu selbstständigem Urteilen, Entscheiden und Handeln sowie zur sachlichen und kritischen Auseinandersetzung mit Informationen und Situationen im Schulalltag; Fähigkeit zur Arbeit im Team und zur innovativen und doch umsichtigen Lösung von Problemen und Konflikten; Offenheit und Bereitschaft zu einer von wechselseitiger Wertsschätzung und zu einer von Verständnis getragenen Zusammenarbeit mit Eltern, Schülerinnen/ Schülern und den Behörden im Rahmen der Schulpartnerschaft.
d) Pädagogische Kompetenz: Fähigkeit zur Gestaltung des Unterrichts in der Form, dass die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern als Bürgerinnen und Bürger einer demokratisch verfassten Gesellschaft gefördert wird; umfassende Fähigkeiten zur situationsangepassten Anwendung einer breiten Palette von Unterrichtsmethoden; Fähigkeit zur Optimierung von Wissensvermittlung, Lern- und Erziehungsprozessen unter Beachtung individueller und kollektiver Lernvoraussetzungen sowie der Umsetzung zentraler Erkenntnisse aus der Sozialisations-, Unterrichts- und Erziehungsforschung unter besonderer Berücksichtigung psychologischer Aspekte und der Ergebnisse der Frauen- und Genderforschung.
Mögliche Alternativen zu diesem Lehramtsstudium in Steiermark
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