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Pädagogik

Bachelorstudium (Vollzeit) | Universität Graz

Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10

WeiblichMännlichVerhältnis Weibl./Männl.Gesamt
Erstzugelassene31838124.22% / 14.84%256
Begonnene Studien4478084.82% / 15.18%527
Ordentliche Studierende1.17823183.61% / 16.39%1.409
Quelle: UNI:DATA BMWF

Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11

WeiblichMännlichVerhältnis Weibl./Männl.Gesamt
Erstzugelassene3694888.49% / 11.51%417
Begonnene Studien5138286.22% / 13.78%595
Ordentliche Studierende1.36126283.86% / 16.14%1.623
Quelle: UNI:DATA BMWF

Einstieg

Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung

Information

Das Bachelorstudium Pädagogik bietet eine fundierte Einführung in grundlegende Modelle, Theorien und Methoden der Erziehungs- und Bildungswissenschaften und gibt einen Überblick über Strukturen und Funktionen in Institutionen von Erziehung und Bildung. Im Rahmen des Bachelorstudiums setzen sich die Studierenden mit Pädagogik im Spannungsfeld gesellschaftlicher und individueller Ansprüche auseinander, auch unter internationalen Aspekten. Es erfolgt eine Vertiefung in den humanwissenschaftlichen Grundlagen der Entwicklungspsychologie, der Pädagogischen Psychologie, der Pädagogischen Soziologie, sowie der Anthropologie und der Geschlechterforschung. Unter Bezugnahme auf basale Konzepte human-, sozial-, geistes- und naturwissenschaftlicher Theoriebildung werden die Studierenden dazu befähigt, aktuelle Forschungsfragen in pädagogischen Handlungsfeldern mittels qualitativer und/oder quantitativer sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden zu bearbeiten. Zudem wird auf die Analyse, Organisation und Evaluation pädagogischer Prozesse eingegangen, indem Studierenden zentrale Theorien und Methoden pädagogischer Handlungsfelder vermittelt werden. In diesem Zusammenhang erwerben die Studierenden allgemeine pädagogische Kompetenzen (insbesondere Vermittlungs-, Kritik-, Argumentations- und Reflexionsfähigkeit) und methodische sowie didaktische Handlungskompetenzen.

Qualifikationsprofil

Ziel des Bachelorstudiums Pädagogik an der Karl-Franzens-Universität Graz ist die wissenschaftliche Bildung und Berufsvorbildung für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beschreibung, Erklärung, Begründung und Legitimation pädagogischen Handelns und der wissenschaftlich fundierten Arbeit in pädagogischen Institutionen, in freier Praxis oder in der Forschung.

Das Curriculum des Bachelorstudiums Pädagogik zielt zentral auf den Erwerb folgender Kompetenzbereiche ab:

a. Fachliche Kompetenzen zur Analyse pädagogischer Prozesse

Die Basis für eine problemadäquate Situationsanalyse pädagogischer Prozesse bilden erziehungs-, human-, sozial-, geistes- und naturwissenschaftliche Theorien sowie Kenntnisse aus systematischer, historischer und vergleichender Erziehungs- und Bildungswissenschaft und fundierte Einblicke in Theorie und Praxis pädagogischer Handlungsfelder.

b. Kompetenzen in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und deren Anwendung

Fundierte Kenntnisse über Methoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung bilden die Voraussetzungen für anwendungsorientiertes wissenschaftliches Arbeiten und für die Grundlagenforschung. Weiters werden die Studierenden zur Planung, Durchführung und Evaluation sozialwissenschaftlicher Forschung befähigt. Sie sind in der Lage, sich kritisch mit den gewonnenen Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung auseinanderzusetzen und diese angemessen zu interpretieren.

c. Soziale und persönlichkeitsbildende Kompetenzen

Als wesentliche Grundlage für die pädagogische Arbeit erwerben die Studierenden während des Studiums vor allem kommunikative und kooperative Kompetenz sowie Kritik- und Konfliktfähigkeit. Sie sind in der Lage, eigenständig und zielorientiert nach adäquaten Problemlösungen zu suchen. Kritisches Bewusstsein sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstorganisation werden speziell gefördert.

d. Methodische und didaktische Handlungskompetenzen

Studierende erlangen durch kreative und kommunikative Lehr- und Lernformen im Studium die Fähigkeit zu eigenständiger beruflicher Tätigkeit und verfügen damit über vielfältige didaktische und methodische Handlungskompetenzen, wie etwa die optimale Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen, die gezielte Auswahl inhaltsadäquater Lehr- und Lernmethoden in der Bildungsarbeit sowie den effizienten Einsatz von Medien.

e. Spezifische fachübergreifende Kompetenzen

Darüber hinaus wird den Studierenden vorgeschlagen, fachübergreifende Lehrveranstaltungen bei der Wahl ihrer freien Wahlfächer zu berücksichtigen. Empfohlen werden Lehrveranstaltungen, die sich auf die Fähigkeit des vernetzten Denkens und einer mehrperspektivischen Problembearbeitung beziehen. In diesem Zusammenhang werden auch Lehrveranstaltungen aus Organisationssoziologie bzw. betriebswirtschaftlichen, juristischen und politikwissenschaftlichen Fächern sowie Lehrveranstaltungen aus der Frauen- und Geschlechterforschung empfohlen.

Berufsfeld

Was die gesellschaftliche Anwendung der Pädagogik betrifft, ist auf Grund des relativ offenen Einsatzfeldes des Faches und des zunehmenden Wandels von Berufsbildern sowie des starken und dauernden Veränderungsprozesses, dem Berufe unterworfen sind, keine enge Begrenzung möglich. Eine solche passt nicht mehr in das Bild einer sich ständig neu orientierenden Industrie-, Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Da die Berufsfelder in Zukunft oft modular aufgebaut sein werden und auch ständigen Veränderungen unterliegen, muss von einer flexibel gestalteten Berufskonzeption ausgegangen werden. Nach bisheriger Erfahrung und derzeitiger Lage der beruflichen Chancen am Arbeitsmarkt ergeben sich für Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums eine Vielfalt von möglichen Tätigkeitsbereichen und Praxisfeldern. Absolventinnen und Absolventen mit abgeschlossenem Bachelorstudium haben sich grundlegende Fachkompetenzen und fachübergreifende Kompetenzen sowie berufsbezogene Einstellungen und Werthaltungen angeeignet und können u.a. in folgenden Berufsfeldern Beschäftigung finden:

  • Praxisfelder in der Sozialen Arbeit
  • Praxisfelder in der Heil- und Integrationspädagogik
  • Praxisfelder in der Weiterbildung
  • Praxisfelder in der Kinder- und Jugendarbeit
  • Erziehungs- und Bildungsberatung
  • Schullaufbahn- und Berufsorientierungsberatung
  • Praxisfelder in der geschlechterreflektierten Arbeit
  • Projektmanagement im Bildungs- und Sozialbereich
  • Kulturvermittlung und Medienarbeit
  • Beschäftigung in Tourismus- und Freizeiteinrichtungen
  • Arbeitsfeld Lehre und Forschung (Anbahnung einer wissenschaftliche Karriere)

Mögliche Alternativen zu diesem Bachelorstudium in Steiermark

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