Einstieg
Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium Griechisch ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Der Nachweis der allgemeinen Universitätsreife gilt durch den Nachweis dieser Zulassungsvoraussetzung jedenfalls als erbracht. Über die Gleichwertigkeit entscheidet gemäß § 60 Abs. 1 UG das Rektorat. Als Abschluss „eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung“ gilt der Nachweis über den Abschluss eines Studiums, in dem Prüfungen über mindestens 94 ECTS-Anrechnungspunkte an Pflicht- und gebundenen Wahlfächern aus dem Fach Griechisch absolviert wurden.
Information
Gegenstand des Masterstudiums Griechisch ist die gesamte schriftliche Hinterlassenschaft der griechischen Antike. Für alle diese Texte leisten GräzistInnen laufend neue Editions-, Übersetzungs-, Kommentierungs- und Interpretationsarbeit. Zur Literatur als traditionellem Zentrum des Faches tritt die Rezeption der griechischen Literatur in anderen Literaturen sowie in zahlreichen Formen von Kunst und Alltagskultur. Da die griechischen Texte die Inhalte der europäischen Geistesgeschichte bis in die Gegenwart mitbestimmen, kommt als ein weiterer Schwerpunkt des Faches die Behandlung von Grundfragen der europäischen Philosophie, der Gesellschaft und der menschlichen Existenz hinzu. Diese Inhalte machen die Vernetzung des Faches nicht nur mit den altertumswissenschaftlichen Fächern, sondern auch mit anderen Literaturwissenschaften, der Philosophie und der Religionswissenschaft deutlich. Zudem leistet das Fach Griechisch einen wichtigen Beitrag zu den kontextorientierten und auf Inter- und Transdisziplinarität abzielenden Kulturstudien. Aufgrund der Nachwirkung der griechischen Literatur bis in die Gegenwart ist Griechisch als ein Kernfach der geistes- und kulturwissenschaftlichen Studien zu betrachten. Dazu kommt, dass das Fach Griechisch eine der wichtigsten Grundlagen der Byzantinistik bildet, die für das Verständnis des Kulturraumes Südosteuropa Voraussetzung ist, eines Bereichs, der für die Universität Graz einen deklarierten Forschungsschwerpunkt im Rahmen ihres Entwicklungsplans darstellt.
Qualifikationsprofil
Das Masterstudium Griechisch qualifiziert die Studierenden über die im Bachelorstudium Griechisch erworbenen Kompetenzen hinaus, griechische Texte unterschiedlicher Textsorten auf wissenschaftlichem Niveau selbstständig zu analysieren, zu kommentieren und vor dem Hintergrund der jeweiligen soziokulturellen Rahmenbedingungen zu interpretieren. Diesem Zweck dient auch der Erwerb einer literaturtheoretischen Terminologie. Das Masterstudium vermittelt zusätzlich das methodologische Werkzeug für rezeptionsgeschichtliches Arbeiten. Durch eine gezielte Auswahl der freien Wahlfächer kann die/der Studierende eine bestimmte Spezialisierung im Hinblick auf gewählte Berufsziele ins Auge fassen. Das Masterstudium Griechisch stellt zudem eine wichtige Zusatzqualifikation für andere Masterstudien dar. Erwähnt seien besonders die altertumswissenschaftlichen Bereiche, aber auch mediävistische und andere literatur-, kultur- und religionswissenschaftliche Studien. Überdies ist das Masterstudium Griechisch die Voraussetzung für Doktoratsstudien.
Berufsfeld
Das Masterstudium Griechisch qualifiziert für eine wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich der Gräzistik, aber auch an anderen Institutionen wie Akademien im In- und Ausland, an Bibliotheken (Universitäts-, Landes- und Klosterbibliotheken), Handschriften- und Papyrussammlungen. Als weitere Berufsfelder für den Arbeitsmarkt kommen in Frage: Erwachsenenbildung, Museologie, Kulturmanagement, bibliothekarische Tätigkeiten, Verlagswesen (GutachterInnentätigkeit, wissenschaftliche Lektorate), Archivarbeit, Kommunikationswesen, Public Relations und Marketing in kulturellen Bereichen, Werbeberatung, BeraterInnentätigkeiten für Bühne, Film und andere Medien sowie für Terminologiebildungen in Wissenschaft und Wirtschaft (insbesondere in der Pharmazeutik, Medizin, Chemie, Physik und Biologie), aber auch in politischen und kulturpolitischen Bereichen.
Mögliche Alternativen zu diesem Masterstudium in Steiermark
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