Einstieg
Ordentliche Studierende an der Universität für Bodenkultur Wien haben Zugang zum Doppeldiplom- Programm (Double Degree). Zugelassen werden auch AbsolventInnen von Bachelorstudien aus fachlich in Frage kommenden Disziplinen sowie gleichwertigen Studien im Ausland. Im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung sind ausreichende Kenntnisse aus den Bereichen der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften/Technik und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften nachzuweisen. Englischkenntnisse, die für einen erfolgreichen Studienfortgang unabdingbar sind, sind bei der Zulassung ebenfalls nachzuweisen. Die Zulassung an der BOKU wird von der anderen Partnerinstitution anerkannt.
Doppeldiplom (Double Degree)-Kandidat/inn/en unterliegen den üblichen Regeln, Rechtsvorschriften und Immatrikulationserfordernissen der Universität für Bodenkultur Wien. Sie erhalten die Zulassung an der Gastinstitution (Technischen Universität München) nur für diejenigen Teile des Studiums, die unter der Verantwortung der Gastinstitution durchgeführt werden. Hinsichtlich des Zulassungsverfahrens werden ihnen alle Erleichterungen gewährt, die den Kandidat/inn/en im Rahmen von “Mobilitätsprogrammen” zustehen. Studierende werden auf der Grundlage der Gegenseitigkeit für die an der Gastinstitution durchgeführten Studienteile von der Entrichtung von Studienbeiträgen befreit. Alle weiteren Kosten, inklusive Versicherungskosten, müssen von den Studierenden selbst getragen werden. Die Boku sowie TU München verpflichten sich, ihreDoppeldiplomstudierenden (Double Degree Studierenden) über Stipendienmöglichkeiten zur Finanzierung des Aufenthaltes an der Gastinstitution zu informieren und Incoming-Studierenden bei der Quartiersuche behilflich zu sein.
Die Gastinstitutionen stellen ein Sammelzeugnis (Transcript of records) aus, in dem alle Prüfungen / akademischen Leistungen der Doppeldiplom (Double Degree)-Kandidat/inn/en an dieser Institution aufgelistet sind. Diese Credits werden für den Studienabschluss an der Heimatinstitution angerechnet.
Auf ein ausgewogenes Zahlenverhältnis von Männern und Frauen ist bei der Zulassung zum Masterstudium zu achten. Im Sinne der Frauenförderung an der Universität für Bodenkultur Wien ist der Zugang von Frauen zum Masterstudium zu fördern. Potentielle für eine Zulassung zum Masterstudium qualifizierte ausländische Studentinnen sind daher durch Kontaktaufnahme sowie sonstige geeignete Maßnahmen zur Bewerbung um Zulassung zum Masterstudium zu motivieren.
Information
Dieses Masterstudium ist europäisch ausgerichtet und basiert auf der Idee einer Kooperation zwischen der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und der Technischen Universität München, letztere hat in Straubing einem Universitätsstandort mit Schwerpunkt „Nachwachsende Rohstoffe“ mit einrichtet. An diesem Zentrum sind auch weitere Partner, vor allem auch aus dem Fachhochschulbereich in Deutschland, beteiligt. Das Kernanliegen des Studiums ist die wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Qualifizierung zur stofflichen und energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffen aus der Land- und Forstwirtschaft. Die ausgewogene Kombination aus stofflicher und energetischer Nutzung wird dabei als besondere Stärke gesehen, auch deshalb, weil sich dadurch die Kompetenzen der beiden Partner (TU München – Boku) sehr gut ergänzt werden. Der Master wird teilweise in englischer Sprache geführt, soll aber in erster Linie deutschsprachigen Studierenden offen stehen, die sich auf nationaler bzw. europäischer Ebene den anstehenden technisch-sozioökonomischen Problemen bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe widmen möchten.
Das Masterstudium ist interdisziplinär aufgebaut und beinhaltet chemisch-biologische Kenntnisse, Ingenieurwissen zur Rohstoffgewinnung, Aufbereitung, die stoffliche und energetische Nutzung bzw. Umwandlung, Energietechnik, Werkstoffwissenschaften, Ökonomie, Unternehmenslehre, Marketing, Management und Soft-skills.
Aufbau
Das Masterstudium Stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist ein Doppeldiplomstudium, das in Kooperation mit der TU München durchgeführt wird. Es wird vorwiegend in deutscher Sprache abgehalten, Teile davon in englischer Sprache. Das Studium dauert vier Semester bzw. 120 ECTS, inklusive Masterarbeit (28 ECTS, einschließlich „defence“); zusätzlich sind 2 ECTS für das Masterseminar zu absolvieren. Die Lehrveranstaltungen umfassen insgesamt 92 Credits (ECTS).
Von den 120 ECTS sind 101 als Pflichtfächer fix vorgegeben, 15 ECTS müssen aus Wahlpflichtmodulen gewählt werden. Die jeweiligen Fächer sind in § 6 angeführt. 4 ECTS sind als freie Wahlfächer zu absolvieren.
Diese können auf zwei Arten erfüllt werden:
1. durch in § 6 nicht angeführte Lehrveranstaltungen,
2. durch ECTS Punkte welche in einzelnen Wahlpflichtmodulen erreicht werden und die Mindestzahl an ECTS des Moduls übersteigen.
Qualifikationsprofil
Absolventen und Absolventinnen des
Masters für stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe
sind in ihrer Tätigkeit auf ingenieurwissenschaftlich-technische
Lösungen bei verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten nachwachsender
Rohstoffe, Schwerpunkt Holz, ausgerichtet. Der
ingenieurwissenschaftlich-technische Ansatz wird durch sozioökonomische
Kompetenzen ergänzt.
Berufsfeld
Die Absolventen bzw. Absolventinnen dieses Masterstudiums kommen in folgenden Tätigkeitsfeldern zum Einsatz: freiberufliche Consultingbüros, Sachverständigentätigkeit in der Rohstoffnutzung, Umwelttechnik, Herstellung und Nutzung biogener Werkstoffe, in der Umwelt- und Ressourcenökonomie, in Forschung und Entwicklung v.a. im Bereich Energie- und Verfahrenstechnik, in Environmental-Engineering bzw. Holz- und Faserwerkstoffe; Durchführung von Projektmanagement in NAWARO Sektor, im sekundären Bildungsbereich, in der Umweltberatung, in technischen und administrativen Planungsbüros, im nationalen Bereich bei Umweltverbänden, als Zivilingenieure und Zivilingenieurinnen, im Qualitätsmanagement.
Mögliche Alternativen zu diesem Masterstudium in Wien
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