Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 35 | 167 | 17.33% / 82.67% | 202 |
| Begonnene Studien | 52 | 211 | 19.77% / 80.23% | 263 |
| Ordentliche Studierende | 141 | 642 | 18.01% / 81.99% | 783 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 41 | 158 | 20.6% / 79.4% | 199 |
| Begonnene Studien | 56 | 206 | 21.37% / 78.63% | 262 |
| Ordentliche Studierende | 149 | 720 | 17.15% / 82.85% | 869 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium Technische Physik ist die allgemeine Universitätsreife. Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben die Kenntnis der deutschen Sprache nachzuweisen. Für einen erfolgreichen Studienfortgang werden Deutschkenntnisse nach Referenzniveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) empfohlen.
Physik ist spannend - aber auch kompliziert. Ein gewisses Maß an Begeisterung an der Naturwissenschaft und Technologie, Interesse an physikalischen Fragestellungen und Freude am abstrakten-logischen Denken ist natürlich wichtig, damit der Spaß am Studium nicht gleich von den ersten komplizierteren Berechnungsaufgaben weggeweht wird.
Speziell zu Beginn des Studiums spielt Mathematik eine große Rolle. Sie ist die "Sprache" der Physik und ein unverzichtbares Werkzeug für alle physikalischen Forschungsrichtungen. Physikstudierende sollten daher keine Angst vor Mathematik haben. Schon in den ersten Semestern des Studiums erlernt man mathematische Konzepte und Methoden, die weit über die Mittelschulmathematik hinausgehen.
Wissenschaft, die von Einzelpersonen in abgeschlossenen Kämmerchen produziert wird, gibt es heute kaum mehr. Vorteilhaft ist daher im Physikstudium auch die Fähigkeit zur Teamarbeit. Egal ob bei Laborübungen oder beim Entwickeln neuer Theorien: Vieles lässt sich gemeinsam leichter bewältigen.
Information
Die Physik ist das Fundament von Naturwissenschaft und Technologie. Wenn man weit genug in die Tiefe geht, lassen sich prinzipiell alle naturwissenschaftlichen Phänomene auf physikalische Prozesse zurückführen. Wer Physik studiert erhält daher ein breit gefächertes wissenschaftliches Wissen und kann in sehr unterschiedlichen Problembereichen fachlich tätig sein.
Je nach Interessensgebiet kann die Forschungsarbeit in der Physik ganz unterschiedlich aussehen. Ob man am Ende des Studiums lieber in einem Tieftemperaturlabor mit Helium hantiert oder mit mikroskopisch kleinen Proben in einer Vakuumkammer experimentiert, ob man vor dem Computer sitzt und physikalische Simulationen programmiert, oder lieber nur mit Papier und Bleistift theoretische Forschung an den Grundgleichungen von Quantenphysik und Relativitätstheorie betreibt - in diesem Studium hat man einen großen Gestaltungsspielraum. Studierende bekommen zunächst eine vielseitige, umfassende Grundausbildung und entscheiden schließlich selbst, wo sie sich im Spektrum von angewandter, ingenieurswissenschaftlicher Forschung bis hin zur abstrakten Theorie am besten aufgehoben fühlen.
Studieninhalt
Das Bachelorstudium vermittelt Grundkenntnisse und Methoden aus allen Bereichen der modernen Physik. Zunächst soll ein breiter Überblick geboten werden, über Fächer wie Mechanik, Elektrodynamik, Relativitätstheorie, Atomphysik, Festkörperphysik oder Quantenphysik. Auch Mathematik (Algebra und Analysis), sowie Grundlagenwissen in Elektronik, EDV und Chemie werden gelehrt.
Die Erkenntnisse der modernen Physik sind auch die Basis für eine Vielzahl technischer Entwicklungen in Elektronik, Nanotechnologie, Medizin, Energietechnik und vielen anderen Gebieten. Deshalb enthält das Bachelorstudium eine fundierte Labor- und Elektronikausbildung, technische Mechanik und Technologiefächer um den Studierenden die enge Verbindung von Theorie und Praxis näherzubringen.
Das Bachelorstudium bietet den Studierenden eine solide Wissensbasis. Dadurch stehen Türen zu anschließender Vertiefung und Spezialisierung offen - etwa in Masterstudien, die einen tieferen Kontakt mit der wissenschaftlichen Forschung und ein vielfältiges Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Folgende Schwerpunktfächer bilden den Kern des Bachelorstudiums:
- Grundlagen der Physik mit Labor
- Mathematik
- Grundlagen der Elektronik und EDV
- Technische Mechanik
- Theoretische Physik (Elektrodynamik, Quantentheorie, Statistische Physik)
- Struktur der Materie (Chemie, Festkörperphysik, Atom-, Kern- und Teilchenphysik)
Berufsfeld
PhysikerInnen können aufgrund ihres breiten Wissens in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt werden. Zu den verbreiteten Einsatzgebiete zählen etwa:
Forschung und Entwicklung:
Hier versuchen PhysikerInnen, den Gesetzen der Natur auf die Spur zu kommen. Durch theoretische Berechnungen oder praktische Experimente arbeitet man daran, neue Effekte oder ungewöhnliche Beobachtungen besser zu verstehen. In der angewandten Forschung und Entwicklung können diese Erkenntnisse direkt in Erfindungen oder Produktverbesserungen münden. PhysikerInnen können in diesem Bereich sowohl an Universitäten, als auch in der Wirtschaft tätig werden.
Wirtschaft/Industrie:
PhysikerInnen helfen bei der Entwicklung und Anpassung von Produktionsprozessen, -maschinen und -methoden. Es ist nicht ungewöhnlich, PhysikerInnen im Bereich der Wirtschaftssimulationen oder dem Management anzutreffen.
IT:
In der Physik wird auch sehr viel mit Computern gearbeitet, weshalb sich PhysikerInnen oft einschlägige Kenntnisse in diesem Bereich aneignen und attraktive MitarbeiterInnen für Unternehmen dieser Branche sind.
Nicht jeder Beruf, der von PhysikerInnen ausgeübt wird, war ursprünglich auch für PhysikerInnen ausgeschrieben. Es ist nicht ungewöhnlich, sich ausgehend von einem Physikstudium in Berufszweige zu bewegen, die sonst vielleicht eher mit Mathematik, mit Informatik oder auch mit Maschinenbau in Verbindung gebracht werden. Der weitere Berufsweg hängt natürlich immer auch von den Zusatzqualifikationen und Spezialbereichen ab, die man im Lauf des Studiums wählt.
Mögliche Alternativen zu diesem Bachelorstudium in Wien
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