Einstieg
Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium Technische
Mathematik ist die allgemeine Universitätsreife. Personen, deren
Muttersprache nicht Deutsch ist, haben die Kenntnis der deutschen
Sprache nachzuweisen. Für einen erfolgreichen Studienfortgang werden
Deutschkenntnisse nach Referenzniveau B2 des Gemeinsamen Europäischen
Referenzrahmens für Sprachen (GER) empfohlen. Im Verlauf des Studiums
werden grundlegende Englischkenntnisse dringend empfohlen, da
Lehrveranstaltungen gelegentlich auf Englisch gehalten werden und
fachspezi sche Unterlagen oft nur auf Englisch zur Verfügung stehen.
Aufbau
- Finanzmathematik
– Finanzmathematik, zeitstetige Modell
– Funktionalanalysis
– Stochastische Analysis - Versicherungsmathematik
– Risiko- und Ruintheorie
– Privates Wirtschaftsrecht
– Höhere Lebensversicherungsmathematik
– Stochastische Kontrolltheorie - Gebundene Wahlfächer
- Freie Wahlfächer und Soft Skills
- Diplomarbeit
Im
Folgenden werden einige charakteristische Themen vorgestellt, die im
Rahmen des Studiums in den Pflicht- und Wahllehrveranstaltungen
behandelt werden.
Mathematik und Finanzmärkte
Haben Sie
gewusst, dass MathematikerInnen an der Wall Street und anderen
Finanzmärkten sehr gesuchte Leute sind? In den letzen 20 Jahren ist die
Mathematik zu einer Schlüsseltechnologie im Finanzbereich geworden. Im
Management von Finanzrisiken werden anspruchsvolle mathematische Modelle
verwendet.
Finanzmathematik
Das klassische Modell
für einen Börsenkurs basiert auf einem Modell der Molekularphysik. Es
beschreibt die Bewegung eines Teilchens durch die zufälligen Stöße, die
andere Teilchen darauf ausüben.
Analog dazu wird die Kursentwicklung
einer Aktie durch den ständigen Fluss von Kauf- und Verkaufsorders
beeinflußt. Jede dieser Orders gibt dem Aktienkurs einen kleinen Stoß
nach oben oder unten. F. Black und M. Scholes benutzten dieses Modell,
um 1973 eine Formel zur Bewertung von Optionen abzuleiten. Im Jahr 1997
wurde für diese Formel der Nobelpreis für Ökonomie vergeben. Die moderne
Forschung arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung dieser Modelle.
Risikomanagement
Versicherungen und
Banken leben vom Risiko. Ihre Aufgabe ist die Abschätzung der
Wahrscheinlichkeiten von Verlusten, die bewusst einkalkuliert werden
müssen. Heute werden sehr komplexe mathematische Modelle für das
Management von finanziellen Risiken verwendet. Den mathematischen Kern
bildet die Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie erlaubt, Ordnung in den
Zufall zu bringen.
Versicherungsmathematik
Versicherungsunternehmen
verwenden seit langem die Wahrscheinlichkeitstheorie zur Bestimmung der
Prämien, sowie zur Berechnung der finanziellen Reserven, welche zur
Erfüllung der Versicherungsleistungen benötigt werden.
In den
vergangenen Jahren erhielt darüber hinaus die Behandlung des
Veranlagungsrisikos zunehmende Bedeutung. MathematikerInnen, die in
diesen Bereichen qualifiziert sind, bekommen in der Versicherungsbranche
interessante und lukrative Angebote.
Qualifikationsprofil
Der rasante Aufschwung der
Informationstechnologie und deren zunehmende Durchdringung aller
Lebensbereiche bedingt den oftmaligen Einsatz von mathematischen
Methoden und bewirkt einen großen Bedarf an Fachkräften, die in der Lage
sind, grundlegende Systementwicklungen vorzunehmen (z.B. in der
Steuerung komplexer Systeme, der Telekommunikation, der
Sicherheitstechnik, der Bildverarbeitung, der Biochemie und der
Computergraphik). Die fundierte mathematische Grundausbildung eines
einschlägigen Bachelorstudiums wird im Masterstudium Mathematik in den
Computerwissenschaften im Bereich der Informationstechnologie und
Computerwissenschaften vertieft, und es werden Brücken zu informatischen
und technischen Anwendungen geschlagen. Dies befähigt Absolventinnen
und Absolventen zu einer fundierten Bewertung, Anwendung
undWeiterentwicklung von mathematischen Verfahren in den oben genannten
Bereichen.
Berufsfeld
Durch die modernen Entwicklungen in Industrie und Technik werden
zunehmend mathematische Methoden benötigt. Daher ist die
Arbeitsmarktsituation von AbsolventInnen der Mathematik - insbesondere
im Finanz- und Versicherungsbereichbereich - sehr gut. Sie finden dank
ihrer Fähigkeit zum Analysieren komplexer Strukturen sehr vielfältige
Arbeitsfelder, etwa in Banken und Versicherungen,
Unternehmungsberatungen, Entwicklungsabteilungen der Industrie,
Softwareunternehmen, Forschungsinstituten, Behörden und natürlich an
Universitäten (siehe auch: http://fam.tuwien.ac.at/jobs/).
Erste
Einblicke in das Wechselspiel von Theorie und Praxis können Studierende
durch Mitarbeit im Christian-Doppler-Labor für Portfolio Risk
Management (Leiter: Prof. Uwe Schmock) gewinnen, das die
Forschungsgruppe gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft betreibt.
Mögliche Alternativen zu diesem Masterstudium in Wien
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