Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 1 | 10 | 9.09% / 90.91% | 11 |
| Begonnene Studien | 1 | 21 | 4.55% / 95.45% | 22 |
| Ordentliche Studierende | 2 | 49 | 3.92% / 96.08% | 51 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 1 | 14 | 6.67% / 93.33% | 15 |
| Begonnene Studien | 2 | 23 | 8% / 92% | 25 |
| Ordentliche Studierende | 3 | 67 | 4.29% / 95.71% | 70 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Achtung: Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die bestandene Zulassungsprüfung über die künstlerische Eignung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz.
Für die Zulassung zum Studium ist eine Prüfung der künstlerischen Eignung gemäß § 63 Abs. 1 Z. 4 UG an der KUG zu absolvieren. Diese besteht aus folgenden drei Teilen:
- Schriftlicher Gehörtest 1: Dieser testet mittels Paarvergleich die Unterschieds-schwellen für Frequenz, Intensität und Tonlänge, das Unterscheidungsvermögen bei Klangfarben sowie das Ton- und Rhythmusgedächtnis
- Schriftlicher Gehörtest 2: Dieser beinhaltet ein Melodie- und ein Rhythmusdiktat sowie die Erkennung von Tongeschlechtern, Taktarten, Dreiklängen und Instru-menten. Darüber hinaus sollen Fehler im abgedruckten Notentext eines Musik-beispiels gefunden werden. Alle Beispiele werden mehrmals vorgespielt.
- Schriftlicher Musiktheorie-Test: Dieser überprüft die musiktheoretischen Vor-kenntnisse wie Intervallbildung, Tonleiterbildung samt leitereigenen Dreiklängen, Skalenanalyse, Dreiklangsumkehrungen und Rhythmusnotation.
Mit der Zulassungsprüfung für die künstlerische Eignung wird ein begleitender mathematischer Orientierungstest angeboten. Dieser überprüft einen Aspekt der natur-wissenschaftlichen Kenntnisse anhand von mathematischen Aufgaben, die dem abgeschlossenen Maturaniveau entsprechen, wie: Kurvendiskussion, Rechnen mit komplexen Zahlen, Interpretation von Diagrammen, Integral- und Differentialrech-nung, Trigonometrie sowie das Lösen von Gleichungen.
Der begleitende mathematische Orientierungstest ist nicht Teil der Zulassungsprüfung für die künstlerische Eignung, sondern dient dazu, Studienwerberinnen und Studienwerber mit erfolgreich bestandener Zulassungsprüfung jedoch mangelhaftem mathematischem Orientierungstest vor Studienbeginn zu einem Informationsgespräch einzuladen, um über Inhalt und Zielrichtung des Elektrotechnik-Toningenieurstudiums aufzuklären. Der Anspruch auf den durch die bestandene künstlerische Zulassungsprüfung erworbenen Studienplatz bleibt aufrecht, unabhängig vom Ergebnis des begleitenden mathematischen Orientierungstests.
Die Zulassung zu einem Diplom- oder Bachelorstudium setzt voraus:
1. die allgemeine Universitätsreife:
a. Österreichisches Reifezeugnis (z.B. Gymnasium, HTL, HAK, BORG, Berufsreifeprüfung..........)
b. Studienberechtigungszeugnis
c. ein in Österreich nostrifiziertes ausländisches Zeugnis oder Zulassungsbescheid des Rektors
d. Urkunde über den Abschluß eines mindestens dreijährigen Studiums an einer anerkannten inländ. oder ausländ. postsekundären Bildungsreinrichtung (z.B. FH-Studiengänge)
2. die besondere Universitätsreife:
Für in Österreich ausgestellte Reifezeugnisse handelt es sich um Zusatzprüfungen zur Reifeprüfung, (z.B. Ergänzungsprüfung "Darstellende Geometrie" und Zusatzprüfung "Biologie"). InhaberInnen ausländischer Reifezeugnisse haben das Recht auf einen Studienplatz zum selben Studium im Ausstellungsstaat des Reifezeugnisses nachzuweisen.
3. die Kenntnis der deutschen Sprache
Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben die Kenntnis der deutschen Sprache nachzuweisen; liegt der Nachweis nicht vor, so ist eine Ergänzungsprüfung vorzuschreiben, die vor der Zulassung zum ordentlichen Studium abzulegen ist.
Information
Toningenieurinnen und –ingenieure sind Techniker im Feld der Musik. Nur wer Interesse und Begabung für beide Bereiche mitbringt und sich vom prickelnden Spannungsfeld zwischen Technik und Musik bzw. Ratio und Intuition angesprochen fühlt, sollte sich für dieses Studium entscheiden. Die elektrotechnische, informationstechnische und naturwissenschaftliche Grundausbildung, Mathematik, Physik und Informatik sowie eine solide musikalische Grundausbildung stellen das wesentliche Handwerkszeug dar und bilden den Hauptteil des Studiums.
Aufbau
Als einzigartige Verbindung zwischen Technischer Universität und der Universität für Musik und Darstellende Kunst vereint die Studienrichtung Elektrotechnik-Toningenieur eine technisch-wissenschaftliche mit einer wissenschaftlich-künstlerischen Ausbildung. Das Bachelorprogramm umfasst sechs Semester und gliedert sich in zwei Studienabschnitte. Der Gesamtumfang des Bachelorprogrammes umfasst 180 ECTS-Credits. Absolventinnen und Absolventen erlangen den akademischen Grad "Bachelor of Science" (BSc).
Der erste Studienabschnitt - auch als Orientierungsjahr bezeichnet - dauert zwei Semester und bietet Einführungen vor allem Einführungen in musiktheoretische Grundlagen sowie in die Grundlagen der Mathematik, Informatik, Elektro- und Informationstechnik.
Im viersemestrigen zweiten Studienabschnitt wird das Grundlagenwissen vertieft. Hinzu kommen verstärkt Lehrveranstaltungen in Audiotechnik und Akustik, Studio- und Aufnahmetechnik sowie Computermusik.
Qualifikationsprofil
Das Bachelorstudium Elektrotechnik-Toningenieur zielt auf die Ausbildung gemäß dem Berufsbild der Diplomingenieurin bzw. des Diplomingenieurs im Bereich Elektrotechnik-Toningenieur ab. Hierbei stellt der Abschluss des Bachelorstudiums einen ersten akademischen Meilenstein dar, der für den Eintritt in verschiedene Laufbahnen die Bildungsbasis und die Grundlage an technisch-wissenschaftlichen und musi-kalisch-künstlerischen Kenntnissen und Fertigkeiten liefert. Die nachfolgende Be-schreibung ist ergebnisorientiert und benennt konkrete Tätigkeiten bzw. Kenntnisse, die eine durchschnittlich begabte und motivierte Person nach Abschluss dieses Studiums in der Praxis auszuführen bzw. anzuwenden befähigt ist.
Wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums verstehen die wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden der Elektrotechnik und der Akustik und können sie anwenden. Damit wird grundsätzlich die berufliche Vorbildung vermittelt, um im Gebiet der informationstechnischen Anwendungen und Dienstleistungen mit Schwerpunkt Audiotechnik und Signalverarbeitung sowie in der Akustik tätig sein zu können.
Nach dem Bachelorstudium beherrschen Absolventinnen und Absolventen grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse, insbesondere auf den Gebieten der Mathematik und Physik. Sie sind ferner in der Lage, komplexe Systeme mit Ausrichtung auf audiotechnische oder akustische Aufgabenstellungen und Anwendungen zu modellieren und zu bewerten.
Das Bachelorstudium versetzt Absolventinnen und Absolventen in die Lage, ein facheinschlägiges Masterstudium anzuschließen bzw. andere Masterstudien mit entsprechender Zusatzqualifizierung zu beginnen.
Technische Kenntnisse und Fähigkeiten
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums können im Bereich der In-formationstechnik mit Schwerpunkt Audiotechnik und Signalverarbeitung sowie in der Akustik technische Aufgaben und Probleme analysieren und modellieren. Dabei werden im Studium die Fähigkeiten erworben, mit zeitgemäßen Hilfsmitteln und Methoden auch eigenständig Lösungen zu erarbeiten.
Durch die Aneignung der Fähigkeiten zum selbstgesteuerten Wissenserwerb sind Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums in der Lage, sich an die ver-änderlichen Bedingungen und Anforderungen in Wissenschaft und Technik anzupassen und im Sinne des lebenslangen Lernens die eigenen Kompetenzfelder zu erweitern.
Die Bachelorarbeit ist im Rahmen eines Wahlseminars in einem ausgewählten Fachgebiet der Audiosignalverarbeitung, Audioelektronik, Akustik, Aufnahmetechnik oder Computermusik zu absolvieren. Im Sinne einer persönlichen Spezialausbildung erhalten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums dabei Einblick in den aktuellen Wissensstand und erwerben die dazu notwendigen grundlegenden Fähigkeiten.
Musikalisch-künstlerische Kenntnisse und Fähigkeiten
Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums sind in der Lage, musikalische Zusammenhänge auf Basis einer grundlegenden musiktheoretischen und musikpraktischen Ausbildung zu verstehen und zu gestalten. Die Ausbildung schließt eine eigene instrumentale Praxis ein.
Wirtschaftliche, soziale und kommunikative Kenntnisse und Fähigkeiten
Durch die praktische Umsetzung der Kenntnisse und die daraus resultierende Selbsterfahrung können Absolventinnen und Absolventen technische Zusammenhänge und Sachverhalte wirksam und sachgerecht präsentieren und vertreten.
Die musikalische Grundausbildung kombiniert mit der technisch-wissenschaftlichen versetzt Absolventinnen und Absolventen in die Lage, als interdisziplinäre Mittlerinnen bzw. Mittler an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst, von Technik und Musik zu wirken. Insbesondere sind sie kompetente Partnerinnen bzw. Partner von Künstlerinnen und Künstlern in Fragen der Akustik, der Aufnahme- und Wiedergabetechnik und in Aufgabenstellungen der Computermusik.
Fachvorlesungen und die Studiermöglichkeit frei zu wählender Lehrveranstaltungen versetzen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums in die Lage, sich im Spannungsfeld zwischen Technik und Kunst zu orientieren, die Sprache und Inhalte dieser Fachbereiche zu verstehen und in die Zusammenarbeit und Problemlösungen interdisziplinäre Kompetenz einzubringen. Auf Basis dieser Kompetenz sind sie fähig, die Bewertung des eigenen Tuns in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten vorzunehmen.
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