Die wohl bekannteste und beliebteste Form des Auslandsstudiums ist das Auslandssemester. Du studierst für ein Semester (oder ein Jahr) an einer anderen Uni in einem anderen Land. In den meisten Fällen gibt es ein Abkommen zwischen deiner Heimatuni und der Gastuni, in dem es einen Studierendenaustausch gibt, deshalb wird es auch Austauschsemester (exchange semester) genannt. Die Vorteile eines solchen Abkommens sind, dass du dich weder um deine Registrierung an der Gastuni noch teils horrende Studiengebühren zahlen musst.
6 Monate in einem fremden Land sind eine lange Zeit und genau das macht ein Auslandssemester aus: für viele ist es das erste Mal, dass sie ganz allein auf sich gestellt in einem unbekannten Land sind. Dementsprechend wertvoll sind auch die Erfahrungen, die man da macht. Du musst lernen dich in einer fremden Kultur in einer fremden Sprache und in einem fremden Unisystem zurechtzufinden. Dabei wirst du aber nicht alleine sein, denn Austauschprogramme sind mittlerweile weltweit etabliert, sodass du sicher den einen oder anderen Austauschstudierenden einer anderen Uni kennenlernst. Meistens werden alle Austauschstudis einer Uni an einem Ort (z.B. Studentenheim) zusammengewürfelt. Dies führt nicht selten zu Austauschstudis Partys, die in den meisten Fällen legendär ausfallen.
Es gibt mehrere Austauschprogramme, über die du ins Auslandssemester reisen kannst, das bekannteste ist sicherlich Erasmus, das mittlerweile über eine Million Studis durch Europa geschickt hat. Mit welchem Programm du auf Austausch gehst, hängt im Wesentlichen von dem Abkommen deiner Heimatuni und dem Land der Gastuni ab. Wie du auf deiner Uni zu einem Auslandssemester kommst und welche Programme es gibt erfährst du beim International Office deiner Uni. Dort bekommst du auch Auskünfte über den administrativen Ablauf deiner Auslandssemesterbewerbung.