Es besteht die
Möglichkeit, sich nach der Matura (Reifeprüfung, Hochschulreife) ein Jahr
freiwillig für das österreichische Bundesheer zu melden (Matura ist absolute
Voraussetzung!). Es wird dann ein Eignungstest in der Hillerkaserne bei Linz
abgehalten, bei dem eine Bewertung nach einem Punktesystem vorgenommen wird.
Die Tests umfassen neben einer sportlichen Bewertung u. a. auch Schlafentzug (psychische
Belastbarkeit!) und einen Schwimmtest (15 Minuten Freistil).
Für Frauen ist das freiwillige Jahr der einzige
Weg ins Heer! Sie müssen ähnlich fit sein, wie ihre männlichen Kollegen.
Es besteht für Männer auch die Möglichkeit, sich während oder nach Ableistung
des Präsenzdienstes zu melden, dann aber mit (noch) strengeren Auflagen!
Die so genannten „EF'ler“ werden in eigenen Kompanien zusammengeführt und
können sich für eine Laufbahn als Milizoffizier (MOA – d.h., dass du bis zum
Ende deiner Wehrpflicht – also mit 50 – alle paar Jahre zu einer mehrwöchigen Milizübung
eingeteilt wirst!) oder als Berufsoffizier (BOA) aussuchen. In einem
„Vorbereitungssemester“ werden im zweiten Halbjahr die fähigsten BOAs ausgesucht,
da für die BerufsoffiziersanwärterInnen auf der MilAk (Theresianische Militärakademie)
in Wiener Neustadt nur 99 Plätze frei sind. Nach frühestens 3 Jahren kann (für
MOAs und BOAs) die Beförderung zum Leutnant (niedrigster Offiziersrang)
erfolgen.
Vorteile sind bessere Bezüge (wegen des dann höheren Dienstgrades), sowie
die Möglichkeit die Militärakademie zu besuchen und Offizier zu werden (falls
hier ein berufliches Interesse besteht). Übrigens ist die Militärakademie inzwischen
auch eine FH: Man verlässt sie mit dem akademischen Grad „Bachelor der
Militärischen Führung“.