28. Januar 2011 - 12:49 | Steffi
In Schweden hat ein neuer für Schulen produzierter Sex-Aufklärungsfilm hat ein
unerwartet breites, rassistisches Echo hervorgerufen. Das Zeichnerbüro des als mehrteilige Serie konzipierten
Aufklärungsvideos "Sex pa kartan" (in etwa: Sex auf dem Stundenplan) erhielt im Internet zahlreiche rassistische Kommentare und sogar Morddrohungen. Außerdem wurde das vom "Reichsverband für Sexuelle Aufklärung"
(RFSU) und dem staatlichen Bildungsradio produzierte Video wegen
angeblicher "Verleitung von Jugendlichen" angezeigt.
Der Grund für die weitgehende Aufregung ist Teenager-Protagonistenpaar in
dem Video, in dem ein dunkelhäutiger Jugendlicher und ein helles,
dunkelhaariges Mädchen miteinander Sex haben. Der am 17. Jänner präsentierte und seit 25 Jahren erste neue Aufklärungsfilm erhielt jedoch von den Medien gutes Feedback.
So wie zum Beispiel Leitmedien wie "Aftonbladet" oder "Dagens Nyheter", die den Streifen als
zeitgemäß aufbereitet, an die Wissensbedürfnisse von Jugendlichen angepasst
und für die allgemeine öffentliche Gesellschaftsdebatte wichtig lobten. Die
zahlreichen "hysterischen" Reaktionen und Unsicherheit im "Grenzgebiet
zwischen Sexualität und Übergriffen" darauf zeigten auf, wie wichtig es sei,
Jugendliche in Schweden zum Gespräch über das Thema Sex zu ermuntern, hieß es
etwa im Leitartikel von "Aftonbladet" am Freitag.
(Quelle: APA/red)
Kommentar hinzufügen