10. Januar 2011 - 16:21 | Steffi
Der Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal (57), Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau
im Almtal (OÖ) und des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn (NÖ), wurde der von den
Mitgliedern des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zu Österreichs "Wissenschafter des
Jahres 2010" gewählt. Die
Auszeichnung wurde Kotrschal heute, Montag, in Wien überreicht.
Die Ehrung dient vor allem
dazu das Bemühen von Forschern würdigen, ihre Arbeit und ihr Fach einer breiten
Öffentlichkeit verständlich zu machen und damit das Image der österreichischen
Forschung zu heben. Sowohl an der Konrad Lorenz Forschungsstelle als auch am
Wolfsforschungszentrum legt Kotrschal großen Wert auf Vermittlungsarbeit. So
werden u.a. diverse Besucherprogramme, Themenführungen und Projekte mit Kindern
angeboten. Auch in den Medien ist der Wissenschafter immer wieder vertreten, mit
seiner Meinung oder zuletzt etwa in einer dreiteiligen "Universum"-Sendung im
ORF über das neue, von ihm mitbegründete Wolfsforschungszentrum.
"Kompliment für Mitarbeiter"
Kotrschal sieht in dieser Auszeichnung auch ein "Kompliment für alle
Mitarbeiter". Sie werde "das Augenmerk auf uns noch verstärken und wir werden
versuchen, das zum Wohle unserer Institutionen in Grünau und Ernstbrunn zu
verwenden", betonte der Preisträger. Er laufe "den Medien nicht nach,
wir machen einfach Dinge, die offenbar interessieren und freuen uns natürlich,
dass das so gehört wird". Öffentlichkeitsarbeit sei heute "unvermeidbar", die
Öffentlichkeit zahle, "also habe sie auch das Recht darauf, dass wir
kommunizieren, was wir so tun". Zudem würden Sponsoren eine immer größere Rolle
spielen. "Wenn wir keine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen würden, hätten
wir beispielsweise bei den Wölfen keine Sponsoren und ohne diese wäre das ganze
Projekt nicht möglich", so der Biologe abschließend.
Die Auszeichnung "Wissenschafter des Jahres" haben bisher u.a. der
Innsbrucker Experimentalphysiker Rudolf Grimm (2009), die Allergieforscherin
Fatima Ferreira (2008), der inzwischen verstorbene Literaturwissenschafter
Wendelin Schmidt-Dengler (2007), der Philosoph Konrad Paul Liessmann (2006), die
Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb (2005), der Mathematiker Rudolf Taschner
(2004), der Immunologe Josef Penninger (2003) und die Mikrobiologin Renee
Schroeder (2002) erhalten.
(Quelle: APA/red)
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