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Wer wie wann und wie viel

Studiengebühren in der EU: So sieht's in den einzelnen Ländern aus

Die höchsten Studiengebühren in der EU gibt es nach einem Bericht der Europäischen Kommission vom 10. September in Großbritannien. Dort müssen Studierende umgerechnet bis zu 11.500 Euro pro Studienjahr bezahlen. In neun Ländern - unter ihnen Österreich - gibt es für den größten Teil der Studenten keine Gebühren.

Neben Österreich sind dies Dänemark, Finnland, Griechenland, Malta, Norwegen, Schweden und Zypern sowie innerhalb Großbritanniens Schottland. Am großzügigsten ist die Regelung in den nordischen Ländern, allerdings haben nach Dänemark jüngst auch Finnland und Schweden Gebühren für ausländische Studierende eingeführt. Studierende aus dem außereuropäischen Ausland zahlen unterdessen in allen Ländern außer Island und Norwegen Gebühren. In Deutschland heben zwei Bundesländer - Bayern und Niedersachsen - Studiengebühren ein, die anderen 14 nicht.

Vergleichshilfe

Viele der Länder, die keine Gebühren erheben, wie Österreich, bieten auch eine umfangreiche Studienförderung, beispielsweise in Form von Unterhaltszuschüssen und -darlehen. EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou erklärte, mit dem Bericht sei es nun leichter für Studierende, die Kosten eines Studiums in verschiedenen Ländern zu vergleichen. Dies sollte auch die Mobilität der Studierenden erhöhen und es ihnen möglich machen, jenen Studiengang zu wählen, der sich am besten für sie eignet.

Der Bericht weist auch auf große Unterschiede bei der Studienförderung hin: In Deutschland, in den nordischen Ländern und in Großbritannien werden Studierende großzügig gefördert, während sie in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, in Tschechien und in Ungarn nur geringe finanzielle Unterstützung erhalten.

Große Unterschiede zwischen und in Ländern

Der Anteil der Studenten, die Studiengebühren zahlen, ist von Land zu Land recht unterschiedlich. In einigen Ländern zahlen alle Studenten Gebühren: in Belgien (flämische Gemeinschaft), Bulgarien, England, Island, Liechtenstein, in den Niederlanden, in Polen, Portugal, in der Slowakei, Tschechien und der Türkei. In sieben Ländern (französische Gemeinschaft in Belgien, Estland, Frankreich, Italien, Lettland, Rumänien, Ungarn) zahlen die meisten Studiengebühren. In vier Ländern (Deutschland, Kroatien, Litauen, Slowenien) zahlt nur eine kleine Gruppe Studiengebühren, und schließlich gibt es noch die neun Länder, in denen die Studierenden nur in Ausnahmefällen zahlen müssen.

Der Bericht wird im Auftrag der Kommission vom Eurydice-Netzwerk erstellt, dem 38 nationale Stellen in den 34 Ländern angehören, die am EU-Programm für lebenslanges Lernen beteiligt sind (EU-Mitgliedstaaten, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Serbien und Türkei). Koordiniert und geleitet werden die Arbeiten von der EU-Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur. Änderungen bei Studiengebühren und -förderung werden ab jetzt jährlich erfasst (APA/red).

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