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Brüssel

Lob für Österreichs duale Lehrlingsausbildung von der EU-Kommission

Gemeinsam mit Deutschland und Dänemark bessere Aussichten für reibungslosen Übergang von Schule ins Berufsleben 

Die EU-Kommission hat Österreich gemeinsam mit Deutschland und Dänemark als vorbildhaft für die duale Lehrlingsausbildung gelobt. Die Erfahrung zeige, dass junge Menschen in Ländern mit dieser Ausbildungsform bessere Aussichten auf einen reibungslosen Übergang von der Schule ins Berufsleben haben. Am stärksten ausgeprägt sei dieses System in Österreich, es sei neben Deutschland und Dänemark auch in den Niederlanden, in Frankreich und Slowenien zu finden.

EU-Sozialkommissar Laszlo Andor erklärte, die dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeitsquoten in Europa erforderten sofortige Maßnahmen seitens der einzelnen Staaten. Insbesondere müsse jungen Menschen der Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert werden. Die Kommission hat zum Thema Lehrstellen und Praktika zwei Studien durchführen lassen, die alle EU-Mitgliedstaaten abdecken. Darin wird empfohlen, beide Ausbildungsprogramme stärker auf die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und die Anforderungen der Wirtschaft auszurichten und sie so zu gestalten, dass sie jungen Menschen ein höheres Ausbildungsniveau und eine bessere Perspektive bieten. Die Brüsseler Behörde will auf Basis dieser Studien bis Jahresende Maßnahmen präsentieren, die garantieren, dass junge Menschen innerhalb von vier Monaten nach Verlassen der Schule entweder eine Arbeitsstelle oder einen Aus- bzw. Weiterbildungsplatz haben.

Andor erklärte, Lehre und Praktikum könnten jungen Menschen als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt dienen und somit dazu beitragen, die exorbitant hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa in den Griff zu bekommen. "Es muss aber auch sichergestellt werden, dass junge Menschen im Anschluss an ein solches Ausbildungsprogramm ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis finden. Hierzu setzen wir auch den Europäischen Sozialfonds gezielter ein."

Derzeit bieten die Unternehmen in Europa rund 9,4 Millionen Ausbildungsplätze an. Die Auszubildenden in Lehrstellenprogrammen in den 27 EU-Mitgliedstaaten machen ca. 40,5 Prozent aller Auszubildenden im Sekundarbereich aus (APA/red, Bild APA). 

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