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Uni für Musik und darstellende Kunst Wien

Max Reinhard-Seminar: Fassungslosigkeit bei Studenten, Lehrern und Leitern über Berufung

Gemeinsame Stellungnahme nennt umstrittene Bestellung "anachronistische, unverständliche 'Herrschaftsgeste'"

Die heute veröffentlichte Bestellung von Anna Maria Krassnigg als Regieprofessorin am Wiener Max Reinhardt Seminar (MRS) hat am Institut heftige Reaktionen ausgelöst. "Studierende, Lehrende und Institutsleitung sind fassungslos über die Art der Bestellung der für das MRS äußerst wichtigen lebenslangen Regieprofessur über alle Empfehlungen der Expertenkommission, einer Nobelpreisträgerin und die Wünsche der Studierenden und Lehrenden des Seminars hinweg, ohne inhaltliche Debatte, in einer anachronistischen, unverständlichen 'Herrschaftsgeste'", heißt es in einer der APA vorliegenden Stellungnahme von Studierenden, Lehrenden und Institutsvorstand.

"In einer Zeit der Neubestimmung des dialogisch demokratischen Umgangs in großen Teilen der Welt sind wir bestürzt und betroffen. Mit einem Gefühl der Ohnmacht und Trauer wird über weitere Schritte beraten", so das Statement abschließend. Die Berufungskommission, die Studierenden sowie Institutsleiter Hans Hoffer hatten den Schweizer Regisseur Stefan Bachmann für den am besten qualifizierten Bewerber gehalten. Rektor Werner Hasitschka hatte dagegen eine Intendanz, die Bachmann im September 2013 in Köln antritt, mit den Anwesenheitspflichten in Wien für schwer vereinbar gehalten und die in der Auswahl drittgereihte Krassnigg berufen (APA/red).

Hintergrund:
Max Reinhardt-Seminar: Anna Maria Krassnigg als Regieprofessorin berufen

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