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Fachhochschule

Reaktionen der Rektoren auf Empfehlung des Wissenschaftsrates, FHs zulasten der Unis auszubauen

Gemischte Gefühle lösen die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zum Ausbau der Studienplätze im Fachhochschulsektor zulasten der Plätze an den Unis bei den Rektoren aus (wir haben berichtet: Wissenschaftsrat will mehr FH und weniger Uni). Eine allfällige Budgetaufstockung für die Fachhochschulen (FH) dürfe "unter keinen Umständen auf Kosten des Universitätsbudgets" gehen, so der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, in einer Aussendung. Die Fachhochschulkonferenz (FHK) wiederum wäre bereit für einen Ausbau: "Wir sind bereit uns dieser Herausforderungen zu stellen, erwarten uns aber Finanzierungszusagen mit ebenso klaren Wachstumspfaden", betonte Präsident Helmut Holzinger.

Laut FHK wären pro Jahr 1.350 neue Studienplätze nötig, um den FH-Sektor bis zum Jahr 2030 "zumindest in die Nähe der angestrebten 40 Prozent" des Hochschulsektors auszubauen. Ein Ausbau auf 120.000 Studenten entspreche einer Verdreifachung der derzeitigen Studierendenzahlen. Dies sehe man sehr positiv. Nun erwarte man sich "ein klares Bekenntnis der verantwortlichen Stellen zu diesen Wachstumszielen".

Schmidinger fordert Studienplatzfinanzierung

Für die Unis forderte Schmidinger die Einführung einer Studienplatzfinanzierung analog zu jener an den FH. Dann würde sich das Problem der Verlagerung von Studierendenströmen in diesem Maß gar nicht stellen. Den Universitäten gehe es "nicht primär um eine Reduktion der Studienplätze, sondern darum, zu einer ausgewogenen Auslastung der unterschiedlichen Studienrichtungen an den einzelnen Standorten zu gelangen". Dazu bedürfe es einer schon seit Jahren geforderten Feststellung von Kapazitäten und der Einführung von Zugangsregeln vor allem in den Massenfächern.

Für Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) spiegeln die Empfehlungen des Wissenschaftsrates "zu einem guten Teil auch meine Anliegen wider". Mit 4.000 neuen Plätzen in den kommenden drei Jahren sei man bereits bereits mittendrin im FH-Ausbau, hieß es in einer Aussendung. Auch die Forderung nach Zugangsregeln gerade in stark nachgefragten Fächern begrüßt der Minister (APA/red, Bild APA/OTS A. Rauchenberger).

Hintergrund:
>> Wissenschaftsrat will mehr FH und weniger Uni

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