22. Juni 2012 - 7:43 | DerOnlineTutor
Die Fortsetzung der bisherigen Kooperation des Autozulieferers Magna und der Technischen Universität Graz (TU Graz) im Bereich der Mobilitätsforschung wurde am 21. Juni vertraglich fixiert. Demnach wird Magna Europe ab Jänner 2014 dem Frank Stronach Institute (FSI), das an der TU Graz in die Fakultät für Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften eingegliedert ist, für weitere fünf Jahre jährlich 2 Mio. Euro für Forschung und Ausbildung zur Verfügung stellen.
Magna hat seit 2003 rund 24 Mio. Euro in den Aufbau des Grazer Großinstituts FSI investiert. Es umfasst vier Universitätsinstitute - Fahrzeugtechnik (FTG), Fahrzeugsicherheit (VSI), Werkzeugtechnik und Spanlose Produktion (T&F) sowie Production Science and Management (PSM) mit insgesamt rund 85 Mitarbeitern. Ein Viertel der Angestellten wird durch die Zuwendungen von Magna finanziert. Weiters wurde das Masterstudium "Production Science and Management" ins Leben gerufen. Das FSI-Gebäude wurde von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet und seither durch Magna angemietet.
Brücke zwischen Lehrer und Praxis
"Mit dem FSI ist ein Exzellenzzentrum der europäischen Fahrzeugtechnologie entstanden, wo wir gemeinsam mit Magna Wissen am Puls der Zeit und damit Know-How für die Fahrzeugtechnologie auf höchstem Niveau schaffen", schilderte Rektor Harald Kainz im Vorfeld der Unterzeichnung. Mithilfe der Kooperation mit Magna sei es in der vergangenen Dekade gelungen, die TU im Bereich der Fahrzeugtechnologie international zu positionieren und gemeinsam eine Vielzahl an Projekten abzuwickeln. Dabei sei auch eine "Brücke zur Praxis mit Mehrwert für die universitäre Lehre und damit die Studierenden" entstanden. "An der TU Graz ist die operative Umsetzung der ursprünglichen Idee gelungen und wird jetzt konsequent fortgesetzt", erklärte Günter Apfalter, Chef von Magna Europe.
Stolz ist man aufseiten der TU auch auf das im Jahr 2005 eingerichtete englischsprachige Masterstudium "Production Science and Management", in dem auch Magna-Mitarbeiter als Lehrende auftreten. Mittlerweile gebe es rund 160 Absolventen des viersemestrigen Studienprogramms, das neben technologischer auch ökonomische und soziale Kompetenz vermittelt. Rund die Hälfte der Absolventen wurden von Magna übernommen, erläuterte Markus Tomaschitz, Managing Director Education & Research bei Magna. Mit dem FSI und dem Masterprogramm leiste man nicht nur einen Beitrag zur Ausbildung, sondern stärke zugleich den Standort Österreich.
Neue Mobilität und Entwicklungswerkzeuge für Fahrzeugkonzepte, das Energiemanagement von Fahrzeugen, automotive mechatronische Systeme sowie Leichtbaumaterialien und die Umformung metallischer Werkstoffe seien die Schwerpunktfelder der kommenden fünf gemeinsamen Jahre. Das Masterstudium werde weitergeführt, im Bereich der automotiven Mechatronik will man die Lehre mit der Finanzierung einer eigenen Laufbahnstelle unterstützen (APA/red, Bild APA/Schneider).
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