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Wien

Wiener Gasometer: Neubelebung als "Music-City"?

Pop- und Jazzausbildung sowie Kleinbühne ziehen bis Herbst in Turm B ein - Management hofft auf Synergieeffekte für Shops

Dem jahrelang defizitären und nicht gerade von Kundenansturm besegneten Einkaufs- und Entertainmentcenter in den Wiener Gasometern soll neues Leben eingehaucht werden. Dafür wird derzeit der gesamte Turm B in eine "Music-City" umgebaut, wo im Herbst eine Pop-Akademie, ein Institut für Jazz- und Popmusik, eine Kleinbühne sowie ein neues Gastrokonzept einziehen werden. Co-Centermanager Peter Schaller erhofft sich auch Synergieeffekte für die Shops, die mittlerweile alle in Turm A übersiedelt wurden.

Die am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorgestellte Musikschiene ist Teil einer thematischen Neustrukturierung innerhalb der früheren Gasspeicher. Mit der bereits im Turm B befindlichen Konzerthalle und mit Österreichs größtem Musikfachgeschäft "Klangfarbe" in Turm C habe man bereits zwei einschlägige Einrichtungen am Standort, die sehr gut angenommen würden. Deshalb habe man beschlossen, diesen Bereich auszubauen, so Schaller.

Teil der insgesamt 8.200 Quadratmeter umfassenden "Music-City" wird eine - bereits Mitte Mai vorgestellte - Popakademie für Jugendliche sein, die privat betrieben, aber in Zusammenarbeit mit der Stadt zwecks Ausbau des Musikunterrichtangebots realisiert wird. Dazu kommt noch ein ebenfalls privates Institut für Jazz- und Popularmusik, das Diplomstudiengänge in diversen Fächern anbietet, sowie eine Electronic Music School und ein Veranstaltungssaal, der zwischen 80 und 120 Plätze fasst. Unterm Strich sind rund 1.700 Quadratmeter für die neuen Unterrichts-, Seminar- und Proberäume reserviert.

Ergänzt soll der Musik-Cluster durch ein "naschmarktähnliches" Gastronomieangebot werden. Der Zuschlag an einen der beiden Interessenten wird im Juli erteilt, kündigte Schaller an.

Im Zuge der Neupositionierung wurden bereits alle Shops in Turm A übersiedelt, um mit den Umbauarbeiten für die "Music-City" beginnen zu können. Rechtzeitig zum Beginn des kommenden Wintersemesters will man fertig sein. Insgesamt 1,8 Mrd. Euro an Investitionen fallen an.

Damit aber nicht genug: Pläne für eine Neuausrichtung gibt es auch für Turm C. Schaller stellte am Rande der Pressekonferenz gegenüber der APA eine "große Sache, die Aufsehen erregen wird", in Aussicht. Genaueres wollte er noch nicht sagen, man verhandle noch. Das Geheimnis werde man aber noch im Laufe des Sommers lüften, hieß es. Jedenfalls sei er sicher, dass das angedachte Projekt bis zu 250.000 zusätzliche Personen pro Jahr in die Gasometer bringt. Derzeit besuchen rund 3,6 Mio. Menschen die Bauten in Simmering (APA/red).

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