16. Juni 2012 - 10:17 | DerOnlineTutor
Die Regenbogenparade wird heute, Samstag, den 16. Juni, wieder über die Wiener Ringstraße ziehen. Seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 1996 hat sich die Regenbogenparade zu einem wichtigen Event der Lesben-, Schwulen- und Transgender-Bewegung entwickelt und wurde zu einem bedeutenden Symbol für eine Kultur der Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung. Die Parade findet in Erinnerung an das erste Aufbegehren von Lesben und Schwulen gegen polizeiliche Willkür im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street statt.
Die ÖH Bundesvertretung will insbesondere auf die dramatische Situation der von Repression betroffenen LGBTIQ-Bewegungen aufmerksam machen. "Wir können in Wien demonstrieren und feiern, und wir freuen uns darüber. Aber wir wollen auch auf all jene aufmerksam machen, die das nicht können, die - wenn sie es trotzdem tun - attackiert werden und um ihre grundlegendsten Menschenrechte kämpfen müssen! Bei Demos werden beispielsweise nicht die homophoben Hetzer_innen festgenommen, sondern die Aktivist_innen", so Vasilena Gankovska, Referentin für feministische Politik der ÖH Bundesvertretung. "Die Liste der von Repression betroffenen Pride Parades ist lang: Kiew, Tbilisi, Budapest, Moskau etc.. In Moskau wurde beispielsweise noch nie eine LGBTQ-Parade genehmigt, ein Gerichtsurteil will sie bis 2112 sogar verbieten. Mitten im 21. Jahrhundert muss das Recht auf freie Meinungsäußerung und sich gegen Homophobie zu engangieren vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erkämpft werden."
"Wir zeigen uns solidarisch mit den LGBTQI Aktivist_innen dieser Welt und kämpfen weiter gemeinsam gegen Homo- und Transphobie", so Gankovska und das Vorsitzteam der ÖH (Quelle: Aussendung ÖH)
Kommentar hinzufügen