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10 Jahre Science Park Graz

Eine Bilanz: 60 gegründete Firmen, 300 neue Arbeitsplätze & 37 Patente

60 gegründete Firmen, mehr als 300 neue Arbeitsplätze und 37 Patente: So schaut die Zehnjahres-Bilanz des akademischen Gründerzentrums "Science Park" (SPG) in Graz aus. Sein Jubiläumsfest feiert das aus den drei Universitäten (TU Graz, Med-Uni und Universität Graz) hervorgegangene Gründerzentrum, das Wissenschaftern den Weg ins Unternehmertum ebnet, am kommenden Donnerstag in der Aula der Universität Graz.

Erst kürzlich wurde die im Jahr 2009 im "Science Park Graz" gegründete Firma "bionic surface technologies", die sich mit bionischen Mikrostrukturen für strömungsoptimierte Körper wie etwa Surfbretter, Boote bis hin zu Windkraftwerken beschäftigt, mit dem Spin-Off-Preis des Wissenschaftsministeriums (Phönix) ausgezeichnet. Mit einem Logistiksystem, das den vorhandenen Platz für Regale besser ausnutzt und wesentliche Energieersparnis bringt, errang das Unternehmen "Ylog" 2011 den ersten Platz beim Jungunternehmer-Wettbewerb des Wirtschaftsmagazins "Gewinn". Und der Staatspreis für Multimedia 2009 ging an das Grazer Software-Haus "Bongfish" für ein realitätsnahes Snowboard-Spiel. Das sind nur einige der Preise der jungen Unternehmen, die aus dem Grazer "Science Park" hervorgegangen sind.

Insgesamt haben die Gründungsprojekte im SPG über 20 Auszeichnungen und Wettbewerbssiege an Land gezogen. Themen und Einsatzfelder der Unternehmensgründungen sind breit gefächert und oft sehr spezifisch, Forschergeist und der Mut zum Unbekannten zeichnen viele der Projekte aus, z. B. "Sunnybag" mit seinen solarbetriebenen Umhängetaschen, die Tageslicht in elektrische Energie umwandeln und speichern, oder "BikeCityGuide" mit einem Navi-App für Stadtradler. "Neben einem hohen Innovationsgrad und der völligen Neuartigkeit des Produkts, das möglichst weltweite Nachfrage erzeugen soll, spielt die persönliche Umsetzungsfähigkeit des Projekt-Teams eine entscheidende Rolle für die Aufnahme", so SPG-Geschäftsführer Emmerich Wutschek.

Das Angebot des SPG reicht vom ersten Check der Unternehmensidee über die Unterstützung bei der Erstellung des Firmenkonzepts bis hin zur Bereitstellung von Büros. Weiters stehen betriebswirtschaftliche und rechtliche Berater sowie Mentoren zur Verfügung. Die Verweildauer der Jungunternehmer in diesem "Brutkasten" soll nicht mehr als 18 Monate betragen. Wutschek wünscht sich künftig einen höheren Frauenanteil unter den Gründern und sieht die große Chance für den SPG vor allem in einer noch stärkeren Kooperation mit steirischen Unternehmen und der Industriellenvereinigung.

Mit dem Förderprogramm für die "Academia-plus-Business-Zentren (AplusB-Zentren) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie seit 2002 Firmengründungen aus dem akademischen Umfeld. Aus den daraus hervorgegangenen acht AplusB-Zentren, die an Unis, Hochschulen und Forschungseinrichtungen angesiedelt sind, sind laut FFG in den vergangenen zehn Jahren rund 370 neue Firmen mit 1.800 hochwertigen Vollzeitarbeitsplätzen entstanden. Für die fünf älteren österreichischen AplusB-Zentren - unter ihnen der SPG - wurde kürzlich eine neue Fördertranche von 13 Mio. Euro bewilligt und die Zentren damit für weitere fünf Jahre abgesichert. Die restlichen drei AplusB-Zentren können sich 2013 um eine Weiterführung bewerben. (APA/red, Bild: Science Park Graz)

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