6. Juni 2012 - 9:02 | Isabella
Mit Aktionen, Workshops und einem Protestmarsch will die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) am Dienstagnachmittag gegen die Folgen des Universitätsgesetzes 2002 (UG) protestieren. "Es sind alle Befürchtungen von damals eingetreten", so Martin Schott (Fachschaftslisten, FLÖ) aus dem ÖH-Vorsitz zur APA. Zum 10-Jahres-Jubiläum soll Minister Karlheinz Töchterle (V) deshalb bei der Abschlusskundgebung ein "Denk-Mal" errichtet werden, auf dem die größten Versagen samt Denkanstößen für Lösungen aufgelistet sind.
Als eine Folge des UG nennt Schott die Ausweitung der Studieneingangsphase, die mehr der Beschränkung als sachlicher Orientierung diene. Die Einstellung des Bachelorstudiums der Internationalen Entwicklung an der Uni Wien und von Lehramtsstudien an der Technischen Uni Wien, bei denen niemand außer dem Rektorat Mitspracherechte habe, seien ein Beweis für die Einschränkung der Mitbestimmung der Studenten. Dazu komme das "Superchaos rund um die Studiengebühren": "Das Wissenschaftsministerium hat seinen Arbeitsbereich nicht mehr im Griff", so Schotts Fazit.
Um 16 Uhr soll der Demozug von der Rampe beim Hauptgebäude der Uni Wien starten, Schlusskundgebung ist um 17.30 Uhr beim Marcus Omofuma-Denkmal beim Museumsquartier/Ecke Mariahilferstraße.
Eingeladen dazu ist auch der Präsident der Universitätenkonferenz, Heinrich Schmidinger. Der Aktionstag sei "der ideale Anlass, sich den Studierenden anzuschließen", hieß es in einer Aussendung. "Wir treten genauso dafür ein, dass die derzeitigen Zustände nicht so bleiben können wie sie sind - wir wollen aber nicht aus Furcht und Angst der Hälfte der jungen Menschen die Türe vor der Nase zuknallen, sondern setzen uns dafür ein, dass alle, die studieren wollen, auch studieren können". (APA/red, Bild: oeh.ac.at)
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