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Uni Innsbruck, BOKU & TU Graz

"Phönix 2012": Auszeichnung für universitäre Spin-offs

Drei aus Universitäten hervorgegangene Unternehmen sind Donnerstag Abend mit dem erstmals vergebenen Spin-off-Preis des Wissenschaftsministeriums, dem "Phönix 2012", ausgezeichnet worden.

In der Kategorie "Junge Unternehmen" erhielt den Preis die superTEX composites GmbH, eine Ausgründung der Uni Innsbruck. In der Kategorie "Phönix Frauen für innovative Unternehmerinnen" wurde die "Evercyte GmbH", ein Spin-off der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien, geehrt, und in der Kategorie "Phönix Junior für Newcomer/innen" die Bionic Surface Technologies GmbH, die aus der Technischen Universität (TU) Graz hervorgegangen war.

Für die Auszeichnung gibt es keine fixe Summe, die Preisträger können vielmehr beim Wissenschaftsministerium Forschungsprojektkosten bis zu 10.000 Euro einreichen. Der Preis wurde im Vorjahr ins Leben gerufen, um die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärker bewusst zu machen. Teilnahmeberechtigt waren alle Spin-offs, die nicht älter als sechs Jahre waren und für die die Nutzung neuer Forschungsergebnisse oder neuer wissenschaftlicher Verfahren oder Methoden aus der öffentlichen Forschung unverzichtbar für die Gründung waren. "Universitäre Forschung und der Transfer deren Erkenntnisse in erfolgreiche Unternehmen stellen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Österreich dar", erklärte Töchterle laut Aussendung des Ministeriums.

Die superTEX composites GmbH wurde 2011 von der Architektin Valentine Troi gegründet. In dem Unternehmen wird das von ihr am Institut für experimentelle Architektur der Uni Innsbruck entwickelte Material bzw. das frei formbare Strukturelement "splineTEX" verwertet. Es handelt sich dabei um einen Mehrphasenwerkstoff auf Basis von Kohle-, Glas-, Basalt- oder Hanffasern, der ohne aufwendigen und kostenintensiven Formenbau in die gewünschte Form gebracht werden kann.

Die 2011 gegründete Evercyte GmbH greift v.a. auf zwei Patente zurück, die während der wissenschaftlichen Tätigkeit von Johannes und Regina Grillari an der Boku entstanden sind. Einerseits geht es um die Entwicklung von Testsystemen für die pharmazeutische, kosmetische, und chemische Industrie aus Zellen verschiedener Gewebe und Spender. Andererseits gelang es den Wissenschaftern, Zellen aus dem Urin in pluripotente Stammzellen zurückzuführen.

Die aus der TU Graz hervorgegangene Bionic Surface Technologies GmbH beschäftigt sich mit der Erforschung von bionischen Mikrostrukturen, die strömungsoptimierte Körper wie Surfbretter, Boote, Flugzeuge oder Windkraftwerke aerodynamisch verbessern können. Durch die Anbringung dieser Mikrostrukturen kann der Reibungswiderstand eines Körpers in Flüssigkeiten bzw. an der Luft um bis zu acht Prozent vermindert werden.(APA/red, Bild: APA)

>> mehr Infos zum "Phönix" 

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