28. März 2012 - 17:03 | admin

Müsse erst gemeinsam inhaltliche Aufgaben erfüllen, bevor man über Institutionen diskutiert
Die Rektorin der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien, Dagmar Hackl, kann der Forderung der Universität für angewandte Kunst, die PH aufzulösen und deren Kompetenzen an die jeweils inhaltlich zuständigen Unis in Wien zu übertragen, naturgemäß nichts abgewinnen. "Man kann das Know-How einer Institution weder kaufen noch schlucken, man kann nur ergänzend wirken", so Hackl gegenüber der APA. Mit sechs Unis, die Lehramtsstudien anbieten, und zwei PH sei in Wien zwar eine besondere Herausforderung in punkto gemeinsamer Lehrer-Ausbildung gegeben, gerade deshalb seien aber "alle Institutionen dazu aufgerufen, miteinander zu arbeiten und gemeinsame Schritte zu setzen".
"Es ist wesentlich, dass man nicht damit beginnt, Bereiche auf diverse Universitäten zu zersplittern oder eine Hochschule in eine Universität zu integrieren", so Hackl, "das halte ich nicht für sinnvoll." Es könne in Wien nur ein gemeinsames Erarbeiten einer zukünftigen Lehrerbildung geben, auch mit Angewandten-Rektor Gerald Bast habe Hackl bereits gesprochen. Bevor man die Institutionenfrage stelle, habe man gemeinsam "sehr viele inhaltliche Aufgaben zu erfüllen" und etwa ein gemeinsames Curriculum zur Sekundarstufe I zu entwickeln.
In der von der PH "traditionsgemäß sehr gut durchgeführten" Grundschulausbildung sei die Frage, wie man auch universitäres Wissen im erziehungs- und fachwissenschaftlichen Bereich einbinden kann. Umgekehrt müssen die PH was "den forschenden und wissenschaftlichen Bereich" betrifft auf die Universitäten zugehen und gemeinsame Projekte initiieren. "Auf diesem Weg findet man zueinander und wird dann eine Verwaltungsform finden, die letztendlich eine gemeinsame Lehrerbildung umsetzt."
(APA/red, Bild APA)
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