28. März 2012 - 17:01 | admin
Wegen angeblich ungerechtfertigter Fünfer, die Lehrer in
Maturaklassen wegen der neuen kompetenzorientierten Matura vergeben,
herrscht seit Wochen Aufregung in Kärntens Schulen. Offenbar wurde der
Benotungsschlüssel laut Medienberichten falsch angewendet - einen Vierer
vergaben die Pädagogen erst ab 60 Prozent richtiger Antworten, wie für
die neue Zentralmatura geplant. Der derzeit noch rechtskonforme
Notenschlüssel schreibt aber vor, ab 50 Prozent ein "Genügend" zu
vergeben.

Der Kärntner Landeschulrat wandte sich deswegen
per Rundbrief an die Direktoren der höheren Schulen: Der Notenschlüssel -
vom "Bifie" (Bundesinstitut für Bildungsforschung) für das
Unterrichtsministerium für die neue Matura ausgearbeitet - sei derzeit
noch rechtswidrig. "Die alte Leistungsbeurteilungsverordnung ist nach
wie vor in Kraft", sagte Walter Ebner, Landesschulratschef zur "Kleinen
Zeitung". Betroffenen Schülern empfahl er in der "Kronen Zeitung", vom
Recht des Einspruchs gebrauch zu machen.
Auch das Unterrichtsministerium stellte am Freitag
in einer Aussendung fest: "Schularbeiten werden nach der geltenden
Leistungsbeurteilungsverordnung beurteilt." Ein Vierer sei zu vergeben,
wenn ein Schüler gestellte Aufgaben "in den wesentlichen Bereichen
überwiegend erfüllt". (APA/red, Bild APA)
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