4. Januar 2012 - 17:06 | Thea
Zur derzeitigen Diskussion über die Gehälter der Rektoren an österreichischen Universitäten, möchte das Rektorat der Universität für Bodenkultur Wien folgendermaßen Stellung nehmen:
Die scheinbar große Summe in der Aufstellung für die parlamentarische Anfrage ist deshalb zustande gekommen, weil die ProfessorInnengehälter der Rektoratsmitglieder mit der Funktionszulage für den Rektor bzw. für die VizerektorInnen zusammengezählt wurden. An der BOKU gehen aber die VizerektorInnen und auch der Rektor zu einem erheblichen Teil ihren Aufgaben als Lehrende und Forschende weiter nach.
Im Jahre 2004 bestand das Rektorat aus 3 Personen, 2008 aus 4 Personen, 2009 aus 3 Personen und 2010 aus fünf Personen, was jedoch einem Vollzeitäquivalent von derzeit 3,85 Personen entspricht, wenn man die Verpflichtungen als Lehrende und Forschende mitberechnet. De facto bewegen sich die Kosten pro Rektoratsmitglied heute auf demselben Niveau wie 2004.
Zu bedenken ist auch, dass die Rektorate wesentlich mehr Aufgaben übernehmen mussten (Leistungsvereinbarungen, Entwicklungspläne etc.) und dass die BOKU als Universität mit den am höchsten steigenden Studierendenzahlen z.B. auch im Bereich des Vizerektorats für Lehre mehr Ressourcen benötigt. Ebenso sollte beachtet werden, dass die Rektoratsmitglieder - allen voran der Rektor - mit ihrem persönlichen Vermögen für den ordnungsgemäßen Betrieb der Universität haften, auch wenn sie auf die Abläufe (z.B. bei Unfällen in Laboren) keinen direkten Einfluss haben.
(Quelle: OTS / BOKU-Vizerektor für Strategische Entwicklung)
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