28. Dezember 2011 - 17:43 | Thea
Loipersdorf darf sich nicht wiederholen
Die derzeitigen Verhandlungen über das Kürzungspaket zeigen klar, dass es der Regierung an Weitsicht fehlt. "Die Debatte um Studiengebühren lassen die Budgetvorstellungen der Bundesregierung erahnen. Die Investition in Bildung und Soziales sind der nachhaltigste Weg aus der Krise und verdienen daher prioritäre Behandlung. Wenn wir schon über verfassungsrechtliche Verankerung budgetpolitischer Maßnahmen reden, dann besinnen wir uns lieber auf eine der Kernaufgaben eines Staates: Bildung und soziale Absicherung", meint Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.
"Menschen aus sozial benachteiligten Familien, Menschen mit Betreuungspflichten, Menschen aus Zweit- oder Drittstaaten, Menschen, die arbeiten neben dem Studium - das sind alles Lebensrealitäten, auf die im Bildungssystem eingegangen werden muss. Die letzten Jahre hat sich die Regierung jedoch wenig bis gar nicht für die Studierenden interessiert. Das Kürzungspaket von Loipersdorf hat den Studierenden bloß noch weniger Geld und somit noch prekärere Lebensumstände beschert", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
"Real bedeuteten die damaligen Beschlüsse: Familienbeihilfe gekürzt, Verdoppelung der Kosten für die Selbstversicherung und ein Steigen der Wohnheimkosten. Loipersdorf darf sich im neuen Kürzungspaket nicht wiederholen - Ausgaben für Bildung und Soziales sind Ausgaben für die Zukunft und für die notwendige Weiterentwicklung der Gesellschaft. Immer noch warten wir auf die 2 Prozent des BIP und die 38 Prozent AkademikerInnenquote", zeigt sich Peter Grabuschnig enttäuscht.
(Quelle: OTS / Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH))
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