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NMS: Schmied bewirbt "gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 14-Jährigen"

Bis zum Schuljahr 2018/19 soll die Neue Mittelschule (NMS) flächendeckend die Hauptschule ersetzen. Während das Modell laut ÖVP dank Erhalt der AHS-Unterstufe den Bestand des differenzierten Schulwesens in Österreich garantiert, scheint das Unterrichtsministerium bereits einen Schritt weiter zu sein: In der der APA vorliegenden Broschüren, die im Railjet 663 mit dem Zugnamen "Neue Mittelschule" aufliegt, bewirbt das Ministerium die NMS als "gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 14-Jährigen".

Grünen-Bildungssprecher Harald Walser spricht von "Propagandalügen". In dem Folder würden ursprüngliche Versprechungen der NMS beworben, die nachweislich nicht eingehalten worden seien: Die NMS sei keine gemeinsame Schule, betonte Walser. "Der Railjet, in dem Schmied für die Neue Mittelschule wirbt, hat eine Premiumklasse. Die NMS aber nicht, weil die ist im Gymnasium." Auch die versprochene "qualitätsvolle Betreuung" am Nachmittag gebe es nicht an allen NMS.

Im Büro von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) sieht man keinen Grund zur Aufregung. Es gebe keinen Widerspruch, wenn die NMS als "gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 14-Jährigen" bezeichnet werde, obwohl das Gymnasium weiterbesteht. "Die NMS ist eine Schule für alle, sie nimmt regional alle Schüler auf. Die AHS sucht sich ihre Schüler aus", heißt es aus dem Ministerium gegenüber der APA.

(APA / red, Bild APA)

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