21. Dezember 2011 - 16:14 | Thea
Nur Mehr Steuergeld! Utl.: Kosten der flächendeckenden Einführung immer noch unbekannt
FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Walter Rosenkranz lässt an der beschlossenen flächendeckenden Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) an allen Hauptschulstandorten kein gutes Haar: "Dieses Projekt war von Anfang an ein ideologisches Projekt der SPÖ, was man auch daran erkennt, dass die Evaluierungsergebnisse des Schulversuches erst gar nicht abgewartet worden sind. Die SPÖ muss schon eine große Angst haben, dass ihr für derartige Projekte die Zeit abläuft." Die ÖVP, der viele vorwerfen, sie sei eine bildungspolitische Betoniererfraktion, habe sich von Ministerin Schmied in dieser Angelegenheit mustergültig einspannen lassen. Was die Unterrichtsministerin bisher auch nicht beantworten konnte, seien die Kosten der Transformation. Rosenkranz: "Hier habe ich von der Ministerin in der Vergangenheit nur schwammige oder ausweichende Antworten bekommen. Aufgrund des Mehrs an Lehrern, die im Schultyp NMS eingesetzt werden, ist aber jedenfalls von einem Kostenanstieg auszugehen."
"Was wir allerdings jetzt schon sagen können ist, dass beispielsweise das in den NMS geplante 'Team-teaching' mit jeweils einem Hauptschul- und einem AHS-Lehrer pro Klasse nicht wirklich funktioniert hat", setzt Rosenkranz seine Kritik fort. Das Ergebnis der NMS-Implementierung ins Regelschulsystem seien somit mehr Kosten bei weniger Effizienz. "Sehr viele Lehrer, die schon in NMS unterrichten, erzählen mir Horrorgeschichten, was hierbei alles schiefläuft." Gegen eine Verbesserung der bestehenden Hauptschulen lege sich hingegen selbstverständlich auch die FPÖ nicht quer, betont Rosenkranz: "Selbst wenn künftig alle Hauptschulen 'Mittelschule' heißen würden, würde es sich ja nur um ein neues Etikett handeln."
(Quelle: OTS / Freiheitlicher Parlamentsklub)
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