21. Dezember 2011 - 13:32 | Thea
Uni Leoben steigerte Anfängerzahl um 15 Prozent - TU Graz zählt 2,6 Prozent mehr Neuzugelassene
Die steirischen Universitäten wachsen kontinuierlich: An der
Montanuniversität Leoben ist die Zahl der Erstsemestrigen im
Bachelorstudium im Vergleich zum Wintersemester 2010/11 um 15 Prozent
gestiegen, an der Technischen Universität sind es 2,6 Prozent. Die
geringsten Zuwächse bei den Studienanfängern verzeichnet die Universität
Graz mit einem Plus von einem Prozent, teilten die Universitäten am
Mittwoch auf Anfrage der APA mit.
Das Studienangebot der Montanuniversität Leoben -
der kleinsten steirischen Universität mit rund 3.300 Studierenden - ist
für Studienanfänger zunehmend attraktiv: Dort starteten insgesamt 547
Personen ihr Studium. "Wir verzeichnen zum wiederholten Mal in Folge
einen Rekord bei den Erstsemestrigen", so Pressesprecherin Julia
Mayerhofer-Lillie. Zuletzt wurde die Anfängerzahl im Bachelorstudium um
15 Prozent gesteigert. Besonders attraktiv waren die Fächer
Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling,
Industrielogistik sowie Petroleum Engineering. Zu 28,5 Prozent sind die
Bachelorstudierenden im ersten Semester weiblich, unter den Doktoranden
fällt die Quote jedoch auf rund 20 Prozent ab.
Uni Graz mit geringstem Zuwachs
Die TU Graz - mit nunmehr 12.112 Studierenden
insgesamt - verzeichnet bei den Anfängern einen Anstieg von 2,6 Prozent
und insgesamt ein Plus von 3,7 Prozent. Die Frauenquote unter den 1.848
neuzugelassenen ordentliche Studierenden beträgt 25,7 Prozent. Zu den
meistgefragten Studien zählen der Bereich der Architektur mit rund 2.300
Studierenden insgesamt, Maschinenbau (1.347 Studien) sowie
Maschinenbau/Wirtschaftsingenieurwesen (1.644 Studienbelegungen).
An der größten steirischen Hochschule, der
Universität Graz, gab es den geringsten Zuwachs: Bei den
Studienanfängern stieg die Zahl um ein Prozent auf nunmehr 4.731
Neuzulassungen an. Insgesamt zählt die Uni Graz 30.590 Hörerinnen und
Hörer. Der allgemeine Frauenanteil bleibt mit 61 Prozent konstant, bei
den Neuzulassungen bei 66,7 Prozent. Einen Boom verzeichnete die Uni
Graz bei den Lehramtsstudien. Hier ist die Erstsemestrigenzahl um "mehr
als 31 Prozent" gestiegen, so Pressesprecher Andreas Schweiger.
Besonders beliebt sind die Unterrichtsfächer Deutsch, Geografie und
Wirtschaftskunde sowie Psychologie und Philosophie. "Die Uni Graz hat
die Studienpläne in den vergangenen Jahren stärker praxisorientiert
ausgerichtet und sich einen guten Ruf in der Lehramtsausbildung
angeeignet", erklärt Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre,
das verstärkte Interesse. Möglicherweise spiele auch die öffentliche
Diskussion über den Schulbereich eine Rolle. Neben den gewohnt stark
frequentierten Studien, wie BWL, Jus und Pädagogik, sind 2011 Pharmazie,
Chemie und Europäische Ethnologie besonders gefragt.
(APA / red, Bild APA)
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