19. Dezember 2011 - 13:49 | Thea
Zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten - Wissenschafts- und Bildungsressort sollen wieder in einem Ministerium vereint werden
Die FPÖ will, dass mit der Einführung
einer gemeinsamen Ausbildung für Pädagogen alle Lehrerausbildungsstätten
dem Wissenschaftsministerium unterstellt werden. "Um neue
Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung zu vermeiden, sollte die
'Lehrerbildung NEU' jedenfalls - wie jede akademische Ausbildung - dem
Wissenschaftsressort untergeordnet werden", so Bildungssprecher Walter
Rosenkranz am Montag in einer Aussendung.
Derzeit wird nur die Lehrerausbildung
für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) an den
Unis vom Wissenschaftsministerium verwaltet. Die Pädagogischen
Hochschulen (PH), wo Volks-, Haupt- und Sonderschullehrer auf den Job
vorbereitet werden, unterstehen indes dem Unterrichtsministerium. Laut
den Reformplänen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) und
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) sollen PH und Unis sich
künftig gemeinsam um die Lehrerausbildung kümmern, wobei je nach
regionalen Voraussetzungen entweder Unis die Federführung übernehmen und
Lehrerausbildung an einer "School of Education" anbieten oder aber PH
zu "Pädagogischen Universitäten" aufgewertet werden. Die Frage, welches
Ministerium künftig verantwortlich sein wird, ist noch offen.
Rosenkranz übt nicht nur Kritik an der
vorerst weiter unterschiedlichen Ressortzugehörigkeit von PH und Unis.
Er tritt überhaupt für eine Zusammenlegung von Unterrichts- und
Wissenschaftsressorts in einem Ministerium ein.
Gleichzeitig warnt er Schmied vor Freude
über die steigende Zahl der PH-Studenten. Er äußerte Befürchtungen,
dass wegen des Lehrermangels die PH "viele Studenten" aufnähmen, "die
für den Lehrerberuf eigentlich nicht geeignet wären". Schmied müsse aber
nicht nur den Engpass an Lehrern bewältigen, "sondern auch unter
möglichst wenig Qualitätseinbußen bei der Lehrerausbildung", so
Rosenkranz.
(APA/red, Bild APA)
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