15. Dezember 2011 - 14:12 | Thea
Kostenlose Nachmittagsbetreuung mit Jause und Freizeitgestaltung - 15 Kinder nützen das Angebot bereits
Seit 1. Dezember setzt die Caritas Salzburg mit einem speziellen Lerncafe auf Förderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. 15 Kinder nützen die kostenlose Lern- und Nachmittagsbetreuung in der Pfarre St. Elisabeth im Salzburger Stadtteil Itzling bereits. Sieben ehrenamtliche Mitarbeiter gestalten das Programm, das aus Lernen, einer gesunden Jause und Freizeit besteht.
Betreut werden die Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren, an drei Tagen der Woche. "In den ersten zwei Stunden werden Hausaufgaben gemacht, gelernt, geübt und auf Prüfungen vorbereitet. Wir wollen für die Kinder aber nicht nur ein schulisches Lernen gestalten, sondern vor allem ein integratives soziales Lernen in der Gemeinschaft. Nach der Lernzeit gibt es eine Jause, wobei wir darauf achten, dass diese gesund ist, um den Kindern beizubringen, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist. Die restliche Zeit ist für Spiel und Spaß da", erklärte Hans Kreuzeder, Direktor der Caritas Salzburg heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch.
14 der Kinder, die am Integrationsprogramm derzeit teilnehmen, haben einen Migrationshintergrund, ein Mädchen ist österreichischer Herkunft. Fünf Kinder befinden sich auf der Warteliste. Beim Lernen werden die Kinder in zwei Gruppen und auf zwei Räume aufgeteilt. Um diese Kinder kümmern sich jeweils zwei bis drei Helfer, drei bis vier fände die Projektleitung optimal."Wir wollen den Kindern einfach eine gute und ausgeglichene Nachmittagsbetreuung bieten, bestehend aus Lernen, aber auch aus einer kreativen Freizeitgestaltung. Letzte Woche haben wir zum Beispiel das Nikolausfest gefeiert, außerdem zeichnen die Kinder gerade unser Maskottchen, eine Eule", erklärte Nada Sedlak, Projektleiterin des Cafes.
Die Caritas setzt auf Zusammenarbeit mit Schulen, der Großteil der betreuten Kinder stammt aus der in der Nähe liegenden Volksschule Pestalozzi. "Wir pflegen stets Kontakt zu den Herkunftsschulen, um von den Lehrern über Schwächen der Kinder informiert zu werden. Auch die Eltern werden in Form von Gesprächen miteinbezogen. Nicht alle Kinder können die Schule ohne zusätzliche Hilfe bewältigen, oft haben Eltern aber nicht die nötigen finanziellen Mittel, um einen Nachhilfeunterricht zu finanzieren oder haben zu schlechte Deutschkenntnisse, um ihre Kinder selbst zu unterstützen", sagte Kreuzeder.
Das Projekt wird vom Staatssekretariat für Integration mit 22.000 Euro im Jahr unterstützt, die Gesamtkosten belaufen sich auf 35.000 Euro. Im Pinzgau soll schon bald ein weiters Lerncafe eröffnen.
(APA/red, Bild APA)
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