14. Dezember 2011 - 18:27 | Thea
Finanzierung über gerechtes Steuersystem - Kritisiert Verschuldung von Studenten
Bildung sei eine Kernaufgabe des Staates und könne nur über ein gerechtes Steuersystem nachhaltig finanziert werden, hat sich Oberösterreichs SP-Vorsitzender und LH-Stv.Josef Ackerl am Mittwoch per Pressemitteilung zur Studiengebühren-Diskussion gemeldet. Darin würden vor allem die Hauptprofiteure am Akademikerwissen in Wirtschaft und Industrie über Steuerleistungen mehr beitragen.
"Hier geht es doch bloß um die konservative Leier, dass Bildung nur dann etwas wert sei, wenn sie etwas kostet. Die Sozialdemokratie ist daher auf dem Holzweg, wenn sie diesem Denken von vorgestern nachgibt. Studiengebühren und alle ähnliche Maßnahmen sind konservative Politik pur", kritisierte Ackerl.
Die möglichen Einnahmen durch Studiengebühren würden bei jährlich rund 150 Mio. Euro liegen. Diese Summe sichere weder die Uni-Finanzierung noch verbessere sie die zu geringe Akademikerquote oder saniere das Budget. Von den Studierenden werde erwartet, dass sie sich bei manchen Gebührenmodellen verschulden und darauf spekulieren, später so gut zu verdienen, dass sie das Geld wieder zurückzahlen können, doch der Staat solle entschuldet werden, empörte sich Ackerl.
(APA/red, Bild APA)
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