14. Dezember 2011 - 13:33 | Thea
Podiumsdiskussion mit Jugendlichen im Wiener Museumsquartier
Bundeskanzler Werner Faymann diskutierte gestern, Dienstagabend, im Rahmen einer Veranstaltung mit Jugendlichen im Wiener Museumsquartier die Notwendigkeit von gemeinsamen Maßnahmen in Europa: "Durch die Limitierung von neuen Schulden kann wieder Vertrauen in die Staaten hergestellt werden. Das ist entscheidend, wenn es um die Stabilisierung der gemeinsamen Währung geht", sagte der Bundeskanzler. Es sei eine Grundsatzfrage der Währungsunion, dass die Regeln eingehalten werden. "Aber auch einnahmenseitige Maßnahmen, wie eine Finanztransaktionssteuer, sind wichtig. Denn man kann in Europa nicht nur kürzen und sparen, um die notwendigen Vorgaben zu erfüllen", betonte der Bundeskanzler.
Im Rahmen der Gesprächsreihe "Zukunft am Wort" war Bundeskanzler Faymann eingeladen, zum Thema "Traumjob Bundeskanzler?" mit Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid (Der Standard), Politikwissenschaftler Peter Filzmaier sowie mit Schülerinnen und chülern zu diskutieren.
Zum Motto der Podiumsdiskussion sagte Faymann: "In verantwortlicher Position für ein Land tätig sein zu können, ist eine große Ehre für mich. Mir ging es immer darum, dass jeder die Chance bekommt, für seine Ziele und Werte einzutreten." Und so habe er sich schon zu Beginn seines politischen Engagements für eine gerechte Gesellschaft, für nachhaltige Energie und gegen Armut eingesetzt.
Zur aktuellen Debatte um die Finanzierung der Hochschulen sagte Kanzler Faymann: "Wir wollen, dass noch mehr junge Menschen die Chance bekommen, ein Studium zu absolvieren." Finanzielle Hürden für Studierende wären nicht zielführend, es gebe mehrere Modelle, die diskutiert werden, um mehr Mittel für die Hochschulen zur Verfügung stellen zu können.
Auch das Thema "Wehrpflicht" wurde von den Jugendlichen angesprochen. "Ich bin für eine Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht. Für Auslandseinsätze und den Katastrophenschutz werden Profis benötigt. Dazu eignet sich vor allem ein Berufsheer", so der Bundeskanzler, der sich abschließend bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die engagierte Diskussion bedankte.
(Quelle: OTS / Pressesprecher des Bundeskanzlers)
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