13. Dezember 2011 - 17:02 | Thea
Ziel muss ein gemeinsamer Hochschulsektor sein
Die Österreichische HochschülerInnenschaft begrüßt die Entwicklung im Bereich der Pädagogischen Hochschulen. In den Lobgesang, der bei der heutigen Pressekonferenz vorherrschte, kann sie jedoch noch nicht ganz einstimmen "Auch wenn bereits erste Schritte gesetzt wurden ist noch ein weiter Weg zu gehen", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Vor allem im Bereich der Forschung ist die Gleichwertigkeit zur Universität, anders als heute dargestellt, noch lange nicht erfolgt."
"Das neue Dienst- und Besoldungsrecht ist ein erster wichtiger Schritt, aber keine Garantie für den heute erwähnten Paradigmenwechsel an den PHs", erklärt Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Obwohl die Lehrtätigkeit von PH Lehrenden bereits gesenkt wurde, ist sie immer noch höher als jene an den Universitäten. Hier besteht noch klar Aufholbedarf, um tatsächlich Forschungstätigkeiten an PHs zu ermöglichen."
"Dass ab 2012 an Pädagogischen Hochschulen Masterprogramme mit öffentlich rechtlichem Auftrag angeboten werden sollen, ist erfreulich. Die dafür notwendige Reformierung des Hochschulgesetzes muss aber unbedingt breiter angedacht werden", so Peter Grabuschnig ÖH Generalsekretär. "Ziel muss die Demokratisierung der PH Strukturen sein, auch die Studienkommission muss an Kompetenz gegenüber dem Hochschulrat gewinnen."
"Auch wenn die Entwicklungen zu begrüßen sind, sprechen wir uns ganz klar für ein Zusammendenken und Zusammenführen aller Ausbildungsinstitutionen von PädagogInnen, und für einen Master für alle PädagogInnen aus", so das Vorsitzteam abschließend unisono.
(Quelle: OTS / Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH))
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