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VSStÖ Wien: Studiengebühren lassen wir uns nicht gefallen

VSStÖ Wien, SJ Wien, JG Wien, aks Wien, FSG Jugend und Jugendkoordination der SPÖ Wien bilden eine geschlossene Front gegen Studiengebühren

Alle Jahre wieder steht die Diskussion über Studiengebühren im Raum und die sogenannten Lösungen werden immer haarsträubender. Der freie und offene Hochschulzugang, jahrzehntelang ein Grundideal der Sozialdemokratie, scheint weiter wegzurücken.

"Die SPÖ soll endlich wieder die Vermögenssteuer einführen, statt sich über nachgelagerte Studiengebühren den Kopf zu zerbrechen", so Miriam Kaiys, Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen Wien. " Weder ein Studienkredit, noch nachgelagerte Studiengebühren sind eine Möglichkeit für uns", schließt sich Bernhard Häupl, Jugendkoordinator der SPÖ Wien, an.

45.000 Studierende mussten bei der Einführung der Studiengebühren das Studium abbrechen. "Studiengebühren sind und bleiben sozial ungerecht. Studierende dürfen nicht in die Schuldenfalle gedrängt werden", so Irini Tzaferis, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien überzeugt. "Durch nachgelagerte Studiengebühren laufen vor allem Frauen aufgrund ihrer speziellen Erwerbsbiographien Gefahr, ihr Leben lang verschuldet zu sein - ein Blick nach Australien hätte gereicht, um den neuen Vorschlag für Studiengebühren zu disqualifizieren", stellt Wilfried Zankl, Vorsitzender der Jungen Generation Wien fest.

Camila Garfias, Vorsitzende der Achse Kritischer Schüler_innen Wien, ist aufgebracht: "Wir haben es satt jedes Semester Lösungsansätze zu bieten und zu diskutieren. Unsere Gesprächsbereitschaft hat ein Ende." Etwa zwei Drittel der Studierenden muss bis zu 20 Wochenstunden in prekären Verhältnissen arbeiten, um ihre Existenz zu sichern. "Die soziale Lage der Studierenden hat sich schon durch die Kürzung der Familienbeihilfe massiv verschärft. Studiengebühren sind ein Anschlag auf sozial Schwächere", betont Christoph Peschek, Vorsitzender der FSG- Wien Jugend.

Studiengebühren sind weltweit ein auslaufendes Modell, sie werden Stück für Stück abgeschafft. Nur in Österreich, wo das Bildungssystem vom Kindergarten an sozial selektiert, wird die Diskussion wieder aufgerollt. "Wer Studiengebühren einführt, kann sich auf Widerstand vorbereiten", sind sich die Vertreter_innen der Jugendorganisationen einig.

(Quelle: OST / VSStÖ Wien)

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