13. Dezember 2011 - 11:59 | Thea
SJNÖ-Beer: "Lautstarke Mehrheit gegen Studiengebühren - Beitrag kann nur über gerechtes Steuersytem kommen"
Die Sozialistische Jugend NÖ spricht sich weiterhin in aller Deutlichkeit gegen Studiengebühren aus. SJNÖ-Landesvorsitzender Andreas Beer bringt es auf den Punkt: "Studiengebühren benachteiligen sozial Schwache und sind daher für uns völlig indiskutabel. Wir sehen im Gegensatz zu Burgstaller eine lautstarke Mehrheit gegen Bildungshürden. Weder Studierende noch StudienabrecherInnen dürfen von Gebühren getroffen werden. Österreich hat bereits jetzt unter allen EU-Mitgliedsstaaten den geringsten AkademikerInnenanteil. Daher sind Belastungspakete für Studierende der falsche Ansatz!"
Die Einführung der Studiengebühr brächte nicht einmal 200 Millionen Euro pro Jahr ein. Für die Budgetkonsolidierung sollen die Reichen, die Banken und Konzerne zur Kasse gebeten werden, die jahrelang auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung gelebt haben. Dort wären mehrere Milliarden Euro zu holen. Weitere Belastungen für die ohnehin bereits mit prekären Beschäftigungsverhältnissen und wegfallenden Heim- und Familienbehilfen geplagten Studierenden sind definitiv abzulehnen: "Es braucht eine Vermögenssteuer, um Investitionen in die Zukunft und einen Abbau von Schulden zu bewerkstelligen. Jene, die für die aktuelle Krise verantwortlich sind und ihr Geld steuerschonend geparkt haben, müssen endlich ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten."
"Statt Gebühren von den Auszubildenden einzuheben, muss dringend ein Milliarde in die Universitäten investiert werden! Wer heute in Bildung investiert, bekommt das morgen am Arbeitsmarkt doppelt und dreifach zurück!", so Beer. Zum Vorschlag von LHStv. Leitner findet Beer ebenfalls klare Worte: "Diese Steuer ist für Reiche vorstellbar. Denn jene, die viel haben, sollen endlich mehr beitragen. Hätten wir bereits eine vernünftige Besteuerung von Vermögen, würden wir uns diese leidige Diskussion über die Studiengebühren ersparen und könnten uns endlich den aktuellen Herausforderungen stellen!" so Beer abschließend, nach dessen Ansicht eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes direkt für die Universitäten zweckgewidmet werden könnte.
(Quelle: OTS / SJ Niederösterreich)
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