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Regierung beschließt Modulare Oberstufe

Spindelegger: "Nächster Baustein zur Bildungsreform"

Die Regierung hat am Dienstag die Modulare Oberstufe beschlossen. Wie Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Michael Spindelegger (V) nach dem Ministerrat sagten, hat man sich darauf geeinigt, dass das Aufsteigen in der neuen Oberstufe künftig mit zwei (und in Ausnahmefällen drei) "Nicht Genügend" möglich sein wird. Bis zur Matura müssen die negativen Noten allerdings wieder ausgeglichen sein. Derzeit kann ein Schüler mit der sogenannten Aufstiegsklausel mit einem Fünfer im Jahreszeugnis aufsteigen, ohne jemals diesen ausbessern zu müssen.

Vizekanzler Michael Spindelegger nannte die Oberstufenreform "einen nächsten Baustein in Richtung der Bildungsreform". Details werden Unterrichtsministerin Claudia Schmied und die Bildungssprecher der Koalitionsparteien zu Mittag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekanntgeben.

Nach den bisherigen Plänen der Koalition sollte die Modulare Oberstufe ab dem Schuljahr 2012/13 an den AHS-Oberstufen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) ab der 10. Schulstufe starten. Bis 2016 sollte die Umstellung abgeschlossen sein. Derzeit läuft die Modulare Oberstufe als Schulversuch bereits an 27 AHS, HTL und HAK.

Inhaltlich bedeutet die Neuregelung, dass die Unterrichtsgegenstände in Module gebündelt werden. Bei einer negativen Note muss nicht die Klasse wiederholt werden, sondern lediglich das Modul. Damit soll u.a. die Zahl der Klassenwiederholungen wesentlich reduziert werden.

(APA/red, Bild APA)

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