2. Dezember 2011 - 15:41 | Thea

Einen Einblick in die Entwicklung von Computerchips bietet der
Wettbewerb "Invent a Chip". Heute, Freitag, wurden die Sieger des
erstmals in Österreich durchgeführten Bewerbs für Schüler der Oberstufe
an der Technischen Universität (TU) Wien prämiert. Ausgezeichnet wurden
Teilnehmer aus Oberösterreich, Wien und der Steiermark für Chip-Ideen
zum Energiesparen.
Der Wettbewerb läuft in Deutschland seit zehn
Jahren und wurde im Vorjahr erstmals vom Institut für Computertechnik
(ICT) der TU Wien, dem Infrastrukturministerium (BMVIT), der
Gesellschaft für Mikroelektronische Systeme (GMS) und dem
Unterrichtsministerium nach Österreich geholt. Insgesamt gab es 158
Einsendungen, davon 60 Chipideen.
Den ersten Platz belegten laut einer Aussendung des
BMVIT Schüler der HTL Steyr (OÖ) mit ihrem "Enhanced Integrated Power
Off Timer (EIPOT)". Dabei werden elektronische Geräte, die im
Stand-by-Betrieb sind, nach einer gewissen Zeit bzw. der Unterschreitung
einer bestimmten Leistung automatisch ausgeschaltet.
Heizkosten sparen, Stromverbrauch senken
Der zweite Platz ging an Schüler des TGM Wien. Die
Idee hinter ihren "Wireless Temperature Sensors" ist, ein
Funkthermometer extrem zu verkleinern und viele davon sehr kostengünstig
im Gebäude zu verteilen. Damit könne man die tatsächliche räumliche und
zeitliche Temperaturverteilung analysieren und so die Effizienz der
Heizung und die Anlagenplanung verbessern. Der "Jack Energy Meter" der
HTL BULME Graz misst den Energieverbrauch in jeder Steckdose. Die Daten
werden dann zu einem zentralen Computer zur Analyse gefunkt. Ein
integrierter Prozessor sorgt für die Übermittlung der Messdaten und
ermöglicht, die Steckdose auszuschalten.
Mit Hilfe des Chipherstellers austriamicrosystems wurden die Siegerideen in Form echter Siliziumchips angefertigt.
(APA/red, Bild APA/ Georg Blemenschlitz/TU Wien)
Kommentar hinzufügen