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Schmied sagt Nein zu Studienplatzautonomie: "Die öffentliche Hand muss mitentscheiden"

Als "Quereinsteigerin" in punkto Hochschulplan hat sich Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) Donnerstagabend am Rande eines Hintergrundgesprächs bezeichnet. Sie sei "leider nicht von Anfang an in die Konzeption mit eingebunden" gewesen und will sich deshalb nach einem ersten Gespräch mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) am Mittwoch noch nicht im Detail äußern. Dem Vorhaben, Unis die Festlegung ihrer Studienplätze zu überlassen, erteilte sie jedoch eine Absage.

"Die öffentliche Hand muss mitentscheiden", so Schmied, immerhin handle es sich um Steuergelder. Der Bereich der Universitäten sei "ein wichtiger, öffentlich finanzierter Bereich". "Daher ist es mir hier wichtig, Gespräche zu führen, wo Investitionen getätigt werden." Man müsse eruieren, wie Angebot und Nachfrage bezüglich der Studienplätze aussehen. "Es kann nicht sein, dass wir das einseitig betrachten und Nachfrage- bzw. Studierendenströme beschränken wollen, um sie engen Kapazitäten anzupassen." Um wie geplant die Zahl der Akademiker in Österreich zu erhöhen, müsse man "eine offensive Universitätspolitik" betreiben.

Eckpunkte des Hochschulplans bis Jahresende

Die Eckpunkte des Hochschulplans sollen laut Wissenschaftsministerium bis Jahresende stehen. Wie aus einem der APA vorliegenden Erstentwurf hervorgeht, soll jede Uni künftig in ihren Leistungsvereinbarungen mit dem Ministerium festlegen, wie viele Studenten sie in den einzelnen Fächergruppen minimal bzw. maximal ausbilden kann. Gibt es mehr Interessenten, "so muss den Universitäten die Möglichkeit von Zugangsregelungen eingeräumt werden". Das Papier sieht demnach schon in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode (2013-2015) den Einsatz der angekündigten Studienplatzfinanzierung vor.

(APA/red, Bild APA)

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