2. Dezember 2011 - 13:58 | Thea
Als "Quereinsteigerin" in punkto Hochschulplan hat sich
Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) Donnerstagabend am Rande eines
Hintergrundgesprächs bezeichnet. Sie sei "leider nicht von Anfang an in
die Konzeption mit eingebunden" gewesen und will sich deshalb nach
einem ersten Gespräch mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V)
am Mittwoch noch nicht im Detail äußern. Dem Vorhaben, Unis die
Festlegung ihrer Studienplätze zu überlassen, erteilte sie jedoch eine
Absage.
"Die öffentliche Hand muss mitentscheiden", so
Schmied, immerhin handle es sich um Steuergelder. Der Bereich der
Universitäten sei "ein wichtiger, öffentlich finanzierter Bereich".
"Daher ist es mir hier wichtig, Gespräche zu führen, wo Investitionen
getätigt werden." Man müsse eruieren, wie Angebot und Nachfrage
bezüglich der Studienplätze aussehen. "Es kann nicht sein, dass wir das
einseitig betrachten und Nachfrage- bzw. Studierendenströme beschränken
wollen, um sie engen Kapazitäten anzupassen." Um wie geplant die Zahl
der Akademiker in Österreich zu erhöhen, müsse man "eine offensive
Universitätspolitik" betreiben.
Eckpunkte des Hochschulplans bis Jahresende
Die Eckpunkte des Hochschulplans sollen laut
Wissenschaftsministerium bis Jahresende stehen. Wie aus einem der APA
vorliegenden Erstentwurf hervorgeht, soll jede Uni künftig in ihren
Leistungsvereinbarungen mit dem Ministerium festlegen, wie viele
Studenten sie in den einzelnen Fächergruppen minimal bzw. maximal
ausbilden kann. Gibt es mehr Interessenten, "so muss den Universitäten
die Möglichkeit von Zugangsregelungen eingeräumt werden". Das Papier
sieht demnach schon in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode
(2013-2015) den Einsatz der angekündigten Studienplatzfinanzierung vor.
(APA/red, Bild APA)
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