1. Dezember 2011 - 17:59 | Thea

Erstmals wurde ein Kongress zum Thema "Prozessanalytik" von der FH OÖ in Wels organisiert. Mehr als 100 Konferenzteilnehmer ? darunter auch namhafte Professoren aus Deutschland und Österreich - trafen sich im Chemiepark Linz, um die neuesten Methoden der Prozessanalytik für Produktionsanlagen zu diskutieren. "Der Bogen der Vortragenden spannte sich von der Holz-, über die Kunststoff- und Metallindustrie bis hin zur chemischen Industrie. Es waren bedeutende Unternehmen wie etwa Lenzing, Voestalpine, Borealis sowie renommierte Firmen aus Deutschland wie etwa Wacker Chemie vertreten", freut sich Organisator Dr. Otmar Höglinger und fügt hinzu: "Wichtig war uns, den Dialog zwischen Hochschulen, Geräteherstellern und Anwendern herzustellen."
Materialien aus Metallen, Kunststoffen oder Holz werden in ihren Eigenschaften immer spezifischer gestaltet. Je nach Anwendungsgebiet des (End-)Produktes werden von den Materialien unterschiedliche Eigenschaften erwartet. Einmal muss ein Material zäh sein, ein anderes Mal sollte es jedoch hart, spröde oder verschleißfest sein. Immer wichtiger wird es, einerseits vorhandene Variationen in der Rohstoffqualität auszugleichen und andererseits eine genaue Produktionsführung zu ermöglichen, die diese spezifischen Produkteigenschaften garantiert. Diese Entwicklung stellt zunehmend hohe Anforderungen auch an die Prozessanalytik. In einer Prozessanalyse versucht man, durch systematische Untersuchung eines Produktionsprozesses Verbesserungspotenzial zu erkennen.
Neue Methoden müssen entwickelt werden, die geringste Spuren von Katalysatorgiften in Rohstoffen für die Synthese von Polymeren detektieren können. Gleichzeitig müssen Anlagen gesteuert werden, die nicht nur einfache chemische Reaktionen, sondern auch komplizierte Produktmodifikationen durchführen, wie etwa die Einarbeitung von Hilfsstoffen oder Oberflächenvariationen, die einen entscheidenden Faktor für die Produktqualität darstellen.
Neueste Methoden und Verbesserungsmöglichkeiten
Führende Experten präsentierten und diskutierten auf dem Kongress die neuesten Methoden der Prozessanalytik wie Terahertz-Technologie, Optische Kohärenztomographie, Laserultraschall oder Nahinfrarot-Thermografie. Neben diesen neue Technologien wurden jedoch auch Möglichkeiten beschrieben, wie man traditionelle Verfahren wie etwa das Bierbrauen wesentlich verbessern kann.
(Quelle: FH OÖ, Campus Wels, Bild FH OÖ, Campus Wels)
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