29. November 2011 - 17:40 | Thea
Töchterle fabriziert Plan gegen und nicht für die Studierenden
"Wie zu erwarten war, kommt die Zwischenbilanz, die Töchterle dem Ministerrat heute aus seinem Hochschulpapier vorlegte, nicht über ein Schreien nach Zugangsbeschränkungen hinaus. Neue, konstruktive Konzepte waren erneut keine zu finden. Töchterle hätte nun nach dem WU Urteil die Möglichkeit, zu den Hochschulen und den Studierenden gleichzeitig zu stehen und sich bei Ministerin Fekter für ausreichende Finanzierung einzusetzen. Offensichtlich wählt er aber den einfachen, für ihn bequemen Weg, in dem er einfach die Hochschultüren für die Studierenden schließen will", zeigt sich Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam verärgert.
"Das Beispiel der WU verdeutlicht sehr schön, wie schlimm die Situation der Hochschulen ist. Die WU wie viele andere Hochschulen sind unterfinanziert. Dass die WU den Schritt vor Gericht gemacht hat beweist den Ernst der Lage - nun geht es darum, mit dieser Situation sinnvoll und zukunftsorientiert umzugehen. Auf Grundlage von Töchterles Hochschulplan könnte die WU beispielsweise beschließen, fünf Mal weniger Studierende aufzunehmen - das kommt einem Aufnahmestopp gleich. Das kann im Sinne keiner regierenden Partei sein", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Das Beispiel zeigt, dass die Pläne des Wissenschaftsministeriums nicht für, sondern gegen die Studierenden gemacht werden."
"Es braucht ein Gesamtkonzept für das Hochschulsystem. Es gibt tausende bildungshungrige Jugendliche, die ein Studium beginnen wollen. Zugangsbeschränkungen wirken sozial selektiv, das belegen unzählige Studien. Werden die Türen der Hochschulen versperrt wird sich das direkt in der Zahl der Jugendarbeitslosen niederschlagen! Die Ausbildungssitutaion für junge Menschen muss ganzheitlich betrachtet werden und es lohnt sich, darin zu investieren. Wann kommt endlich das Bekenntnis, dass Bildung ein öffentliches Gut ist, das öffentlich - das heißt vollständig vom Staat - finanziert werden muss", fragt sich Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
(Quelle: OTS / Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH))
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