29. November 2011 - 15:28 | Thea
"Die Bemühungen der Stadt Wien auch weiterhin Lehrlinge auszubilden sind begrüßenswert", so die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Isabella Leeb. Die Freude über 4.000 überbetriebliche Lehrlinge teilt Leeb jedoch nicht ganz. "Jährlich werden zig Millionen Euro in die überbetriebliche Lehrlingsausbildung investiert. Für das Nachholen des Pflichtschulabschlusses sowie Berufsqualifizierung wird hingegen nur ein kleiner vernachlässigbarer Teil aufgewendet. Ein Ausbildungsplatz in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte ist mit einer Ausbildung am primären Lehrstellenmarkt aber nicht gleichzusetzen. Die Wirtschaft hat das Bestreben, die Jugendlichen auszubilden, sieht sich aber teils außerstande, die Bildungsdefizite auszugleichen. Ein Ausbildungsbetrieb soll umfangreiche Lehrinhalte vermitteln und die Jugendlichen ins Berufsleben begleiten, hat jedoch nicht die Aufgabe, die Grundrechnungsarten, Rechtschreibung und sinnerfassendes Lesen beizubringen", fordert sie ein Umdenken.
"So wichtig die überbetriebliche Lehrausbildung auch als Auffangnetz und Perspektive für Jugendliche ist, die am freien Markt nicht gleich unterkommen, so sollten wir doch dafür sorgen die Mittel gerechter zu verteilen. Die ÖVP Wien fordert seit Jahren, zuletzt letzte Woche im Gemeinderat, die Gewichtung der investierten Gelder mehrheitlich (50%) auf das Nachholen des Pflichtschulabschlusses sowie die Ausbildungsfähigkeit zu legen, um den Jugendlichen den Zugang zu offenen Lehrstellen in Betrieben zu ermöglichen", so Leeb.
"Dank unserer Initiative wird die Vergabe öffentlicher Aufträge künftig gekoppelt an Lehrlings- und Berufsausbildungsmaßnahmen", so Leeb abschließend, die verspricht sich auch weiterhin engagiert für Wiens Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge einzusetzen.
(Quelle: OTS / ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien)
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