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Leichtfried zu "Erasmus for all": Jugendpolitik ist mehr als Bildungspolitik

Vorschlag der Kommission muss genau geprüft werden

Kritisch beurteilt der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried, das gestern von seiten der Kommission vorgestellte Programm "Erasmus for all". "Die Gefahr ist groß, dass die europäische Jugendpolitik auf die Förderung von Studenten und Schülern reduziert wird. Es ist zwar zu begrüßen, dass die Kommission mehr Mittel zur Verfügung stellen will, dennoch muss darauf geachtet werden, alle Jugendlichen zu erreichen, auch jene, die nicht in Ausbildung stehen", so Leichtfried am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Er erläutert, dass "Erasmus for all" sich lediglich auf Bildung fokussiere, in der Europäischen Jugendstrategie jedoch auch die Bereiche Beschäftigung, Teilhabe, Soziale Integration, Freiwilligentätigkeit, Gesundheit, Kreativität und Jugend in der Welt vorgesehen sind. "Verwaltungsvereinfachungen - wie sie die Kommission durch die Zusammenlegung der bisherigen Jugendprogramme anstrebt - sind zu begrüßen, jedoch nur dann, wenn wichtige Einzelbereiche dadurch nicht unter die Räder kommen", so Leichtfried.

"Wir EU-Abgeordnete werden den Vorschlag der Kommission genau prüfen und darauf achten, dass alle Gruppen von Jugendlichen in diesem Programm ausreichend repräsentiert werden, denn Jugendpolitik muss mehr sein als Bildungspolitik", bemerkt der EU-Abgeordnete.

(Quelle: OTS /SPÖ-Bundesorganisation)

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