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Einladung zu SOWI-Antrittsvorlesungen an der JKU Linz

Der Rektor der Johannes Kepler Universität Linz, o.Univ.Prof. DI Dr. Richard Hagelauer, und der Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Univ.Prof. Dr. Teodoro D. Cocca, laden zu den

Antrittsvorlesungen

von Univ.Prof. Margitta Mätzke Ph.D. vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik (Thema: "Public Health und Clinical Medicine " Zwei Formen gesundheitlicher Versorgung " zwei Formen gesundheitspolitischer Intervention".)

und Univ.Prof. Dr. Giuseppe Delmestri vom Institut für Organisation (Thema: Aschenputtel wird zur Königin. Sozialer Aufstieg in Märkten am Beispiel von Grappa.)

Die Veranstaltung findet am Montag, 28. November 2011 um 16 Uhr in den Repräsentationsräumen im Uni-Center, 1. Stock, an der JKU Linz statt. Im Anschluss wird zum Empfang gebeten.

Margitta Mätzke studierte in Deutschland Sozialwissenschaften und Englisch sowie Volkswirtschaftslehre. Nach zweijähriger Forschungstätigkeit in Göttingen ging sie in die USA, wo sie im Jahr 2005 ihre Promotion abschloss. Forschungsaufenthalte am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, an der Graduate School of Social Sciences der Universität Bremen und an der School of Public Health der University of Michigan runden den fachlichen Erfahrungshintergrund ab.

Prof. Mätzkes Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der international vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung und der sozialpolitischen Gesetzgebung. Aktuelle Forschungsprojekte befassen sich mit dem Verhältnis von Staat, Individuen und Selbstverwaltung in der Sozialpolitik.

In ihrem Vortrag stellt Prof. Mätzke dem heute gängigen individualistischen Zugang zum Thema Gesundheit und Krankheit die historisch ältere Form der öffentlichen Gesundheitsversorgung gegenüber. Dort geht es nicht um Ansprüche des Einzelnen und den Schutz der individuellen Arzt-Patient-Beziehung, sondern um allgemeine Verhaltensweisen, logistische Vorbereitungen und die direkte Intervention staatlicher Stellen, wobei Krankheitsvermeidung viel stärker betont wird als Heilung.

Giuseppe Delmestri hat nach dem Studium in Mailand und an der WU in Wien an der Universität Mannheim dissertiert. Nach der Habilitation an der Universität Parthenope in Neapel, war Prof. Delmestri als professore aggregato an der Universität Bocconi und als senior lecturer bei SDA Bocconi tätig. Es folgte die Berufung als professore associato für Organisation und Personal an die Universität Bergamo, wo die Gründung von SdM School of Management unter seiner Leitung stattfand. In den letzten Jahren besuchte er als visiting scholar Stanford University, Copenhagen Business School und Alberta School of Business. Sein wissenschaftliches Interesse liegt in der international vergleichenden Erforschung von Organisationsstrukturen, Managementrollen und -praktiken, Marktkategorien und Glokalisation multinationaler Betriebe.

Prof. Delmestri untersucht in seiner Vorlesung die kulturellen Prozesse, sozialen Mechanismen und unternehmerischen Handlungen, die es erlaubt haben, Grappa - dem italienischen Tresterbrand - sein Stigma als Getränk armer Leute abzulegen und den Sprung zum bürgerlichen slow food Produkt zu schaffen. Die Bedeutung der Studie, sowohl für eine organisationale Markttheorie, als auch für die Praxis in anderen Sektoren, werden abschließend erörtert.

(Quelle: Johannes Kepler Universität)

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