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EU-Kommission: Forcierung des Studentenaustauschs

Zahl der Erasmus-Teilnehmer soll bis 2020 auf fünf Millionen verdoppelt werden - 1,9 Mrd. Euro für Kreativbranche

Die EU-Kommission will in den kommenden Jahren den Studentenaustausch in Europa stark forcieren. EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou stellte am Mittwoch einen Plan für das neue EU-Programm "Erasmus für alle" von 2014 bis 2020 vor. Das Gesamtbudget soll 19 Milliarden Euro betragen. Mit den Stipendien könnten rund fünf Millionen Menschen Studienaufenthalte im Ausland absolvieren - fast doppelt so viele bisher, erklärte die EU-Kommission.

Die Zahl der Studierenden im Ausland soll sich demnach auf 2,2 Millionen erhöhen, gegenüber 1,5 Millionen im laufenden Programm. Darin sind auch Studienaufenthalte in Drittländern und Aufenthalte von Studenten aus Drittländern eingeschlossen. Zusätzlich sollen in dem Programm 735.000 Lehrlinge und Berufsschüler die Möglichkeit zu einer Ausbildung im Ausland erhalten. Die Zahl von Lehrern, die an dem Programm teilnehmen, soll sich gegenüber dem laufenden Programm von 600.000 auf eine Million erhöhen. Dazu kommen nach Berechnungen der EU-Kommission 700.000 Auslandspraktika in Unternehmen und 330.000 Master-Studierende. Für letztere ist ein neues Garantieinstrument für Studiendarlehen vorgesehen, das gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank-Gruppe eingerichtet werden soll.

Vassiliou plädierte eindringlich für Investitionen "in die Zukunft" trotz der Notwendigkeit für Sparmaßnahmen in den EU-Staaten. Sie verwies auf Jugendarbeitslosigkeitsraten von über 40 Prozent in Spanien. "Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung sind die besten Investitionen in die Zukunft Europas."

Zugleich legte die EU-Kommissarin einen 1,8 Milliarden Euro schweren Förderplan für die Kreativindustrie für 2014 bis 2020 vor. Mehr als 900 Millionen Euro wären davon für die Kino- und AV-Branche und fast 500 Millionen Euro für die Kulturbranche veranschlagt. Prioritäten seien die Digitalisierung und Förderung des europäischen Kinos, sagte Vassiliou. Mit 210 Millionen Euro sollen kleine Akteure Zugang zu Bankdarlehen im Gesamtwert von bis zu einer Milliarde Euro erhalten.

(APA/red)

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