22. November 2011 - 11:53 | Thea
Wenn Kinder in der Schule auffallen, liegt das Problem meist zuhause - Schulpartnerschaft verstärken, Krisenkarenz ermöglichen
"Lehrerinnen und Lehrer müssen mit Eltern Hand in Hand arbeiten", deponiert der Präsident des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Mag. Bernhard Baier, anlässlich der aufgeflammten Diskussion um die von Lehrervertreter Paul Kimberger geforderte Konsequenzen für Eltern für "unerzogene" Kinder.
"Das Elternhaus ist der erste Ort der Bildung und des Umgangs mit Bildung. Wenn Kinder in der Schule verhaltensauffällig sind, hat das meist Gründe, die zuhause zu suchen sind", erklärt Baier und führt aus: "Der Entzug der Familienbeihilfe geht an der eigentlichen Problematik völlig vorbei. Kinder und Eltern brauchen Hilfe und keine Bestrafung. Das Lehrpersonal benötigt Unterstützung für seine eigentliche Aufgabe, dem Vermitteln von Lehrstoff.
Der Österreichische Familienbund zeigt eine Alternative auf. "Wir wollen eine Krisenkarenz, in der sich Eltern ähnlich der Bildungskarenz eine Auszeit von der Erwerbstätigkeit nehmen können. In dieser Zeit sollen Probleme innerhalb der Familie mit professioneller Hilfe aufgearbeitet werden. Wir wollen die Wurzel heilen und nicht die Symptome bekämpfen", so Baier abschließend, der noch festhält, dass dies der Punkt ist, an dem auch die Schulpartnerschaft verstärkt zum Tragen käme.
(Quelle: OTS / Österreichischer Familienbund)
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