21. November 2011 - 11:22 | Thea
Parlament erfreut sich großer Beliebtheit bei SchülerInnen
Das Jugendparlament tagt wieder - und zwar am 25. November 2011. Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer werden an diesem Tag mehr als 90 Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen, um über eine fiktive Gesetzesinitiative zum Thema Handyortung zu beraten. Da es sich dabei um eine gleichfalls aktuelle wie sensible Materie handelt, sind spannende Diskussion zu erwarten: Schließlich stellt die Zunahme von Internetdiensten, die eine Ortsbestimmung der NutzerInnen ermöglichen, vor nicht geringe datenschutzrechtliche Probleme.
Wie immer kommen die am Jugendparlament teilnehmenden Schulklassen aus dem Bundesland, das aktuell den Vorsitz in der Länderkammer führt: Im zweiten Halbjahr 2011 ist das Salzburg. Parlamentarismus hautnah kennenlernen dürfen deshalb die 5B des Bundesgymnasiums Zell am See, die 5E des Akademischen Gymnasiums Salzburg, die 1. NHK der Handelsakademie St. Johann im Pongau und die Polytechnische Schule Taxenbach, die mit überaus kreativen Bewerbungsbeiträgen zum Thema "Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?" überzeugen konnten.
Die Jugend ist wieder am Wort
Im Rahmen des Jugendparlaments beraten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in eigenen Klubs über die Gesetzesvorlage, die sie in anschließenden Ausschusssitzungen mittels Abänderungsanträgen und Entschließungen modifizieren und so für das Nationalratsplenum beschlussfertig machen können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen aber Allianzen geschlossen und andere Klubs von eigenen Standpunkten überzeugt werden: Schließlich kommt die Verabschiedung eines Gesetzes nur dann zustande, wenn es dafür eine entsprechende Mehrheit gibt. Dass im Rahmen des Jugendparlaments außerdem noch Reden für das Nationalratsplenum erarbeitet und die Fragen interessierter JournalistInnen beantwortet werden müssen, versteht sich beinahe von selbst: Die Tätigkeit eines/-r Abgeordneten ist schließlich äußerst vielfältig.
Um sicherzustellen, dass die im Hohen Haus üblichen Abläufe eingehalten und alle Aufgaben entsprechend erfüllt werden können, stehen den Schülerinnen und Schülern an ihrem großen Tag im Hohen Haus "echte" MandatarInnen und MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion mit Rat und Tat zur Seite. Da die Jugendlichen bereits am Vortag, dem 24. November 2011, anreisen, steht nicht nur ausreichend Zeit zum Kennenlernen der Räumlichkeiten des Parlaments, sondern auch zur Vorbereitung auf das zu diskutierende Thema zur Verfügung. In Empfang genommen werden die SchülerInnen dabei von Bundesratspräsidentin Susanne Neuwirth.
Der Parlamentsbesuch als Highlight
Das Hohe Haus ist aber nicht nur am Tag des Jugendparlaments ein Anziehungspunkt für junge Menschen: Laut aktueller Schuljahres- Statistik des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zählt ein Besuch des Parlaments auch zu den beliebtesten Programmpunkten im Rahmen schulischer Wien-Wochen. Mit rund 18.000 SchülerInnen, die jährlich das Hohe Haus besuchen, rangiert man inzwischen sogar auf Platz zwei der Beliebtheitsskala. Schulklassen stellen damit bereits mehr als die Hälfte jener, die das Haus am Ring persönlich erkunden.
(Quelle: OTS / Parlamentskorrespondenz)
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