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Med-Uni Innsbruck: Überlegungen zu Fusion mit Stammuni

In der politischen Diskussion rund um eine mögliche Wiedervereinigung der Medizinischen Universität Innsbruck mit der Universität Innsbruck setzen die beiden Hochschulen nun erste Schritte in diese Richtung. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe soll Vor- und Nachteile sowie die Folgekosten einer Fusion ermitteln. Weiters will die Med-Uni ihre Kooperation mit der Leopold-Franzens-Universität intensivieren und zur Verbesserung in internationalen Rankings gemeinsam auftreten, hieß es in einer Presseaussendung am Donnerstag.

"Eine noch engere Kooperation ist sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll", teilten der Rektor der Medizinischen Universität, Herbert Lochs, und der Senatsvorsitzende Martin Krismer mit. Alle Gremien würden darin einen zielführenden und der Unabhängigkeit der Medizinforschung und -ausbildung adäquaten Weg für die Weiterentwicklung des Hochschulstandorts Innsbruck sehen.

Mögliche Einsparungen und Synergien untersucht

Die Arbeitsgruppe setze sich aus Mitgliedern des Rektorats, des Senats und der Betriebsräte zusammen. Neben der Intensivierung der Zusammenarbeit der beiden Universitäten werde sie sich auch mit der Frage beschäftigen, ob die von der Politik geforderte Fusion die erwünschten Einsparungen und wissenschaftlichen Synergien erbringen würde. Auf Basis der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe solle schließlich im ersten Quartal 2012 ein breiter Meinungsbildungsprozess in der Medizinischen Universität stattfinden.

Betriebsratsvorsitzende Monika Viehweider und Martin Tiefenthaler verliehen einer Zusammenlegung Nachdruck: "Die Angehörigen der Medizinischen Universität Innsbruck haben sich 2002 mehrheitlich gegen die Trennung der Medizinischen Fakultät von der gemeinsamen Universität ausgesprochen. Wir haben vor zusätzlichen Kosten und Nachteilen für beide Teile gewarnt."

(APA/red, Bild APA)

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