17. November 2011 - 19:57 | Thea
In der politischen Diskussion rund um eine mögliche
Wiedervereinigung der Medizinischen Universität Innsbruck mit der
Universität Innsbruck setzen die beiden Hochschulen nun erste Schritte
in diese Richtung. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe soll Vor- und
Nachteile sowie die Folgekosten einer Fusion ermitteln. Weiters will
die Med-Uni ihre Kooperation mit der Leopold-Franzens-Universität
intensivieren und zur Verbesserung in internationalen Rankings gemeinsam
auftreten, hieß es in einer Presseaussendung am Donnerstag.
"Eine noch engere Kooperation ist sowohl aus
wissenschaftlichen als auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll",
teilten der Rektor der Medizinischen Universität, Herbert Lochs, und der
Senatsvorsitzende Martin Krismer mit. Alle Gremien würden darin einen
zielführenden und der Unabhängigkeit der Medizinforschung und
-ausbildung adäquaten Weg für die Weiterentwicklung des
Hochschulstandorts Innsbruck sehen.
Mögliche Einsparungen und Synergien untersucht
Die Arbeitsgruppe setze sich aus Mitgliedern des
Rektorats, des Senats und der Betriebsräte zusammen. Neben der
Intensivierung der Zusammenarbeit der beiden Universitäten werde sie
sich auch mit der Frage beschäftigen, ob die von der Politik geforderte
Fusion die erwünschten Einsparungen und wissenschaftlichen Synergien
erbringen würde. Auf Basis der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe solle
schließlich im ersten Quartal 2012 ein breiter Meinungsbildungsprozess
in der Medizinischen Universität stattfinden.
Betriebsratsvorsitzende Monika Viehweider und Martin
Tiefenthaler verliehen einer Zusammenlegung Nachdruck: "Die Angehörigen
der Medizinischen Universität Innsbruck haben sich 2002 mehrheitlich
gegen die Trennung der Medizinischen Fakultät von der gemeinsamen
Universität ausgesprochen. Wir haben vor zusätzlichen Kosten und
Nachteilen für beide Teile gewarnt."
(APA/red, Bild APA)
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